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   Christentum
 

Bischof

(griech. episkopus, „Aufseher”) Ein Amt der Kirche, das die Leitung eines Bistums oder einer Diözese bedeutet.

Im Katholizismus gründet das Bischofsamt seine Autorität auf die apostolische Sukzession, der auf Matthäus 16,18 gründenden Nachfolge Petri. Der Papst als dessen Nachfolger hat die höchste Autorität inne und setzt die Bischöfe aufgrund göttlicher Vollmacht in ihr Amt ein (nicht kraft eigenen Amtes). Die Bischöfe haben als maßgeblicher Lehrer des Glaubens auch weltliche Macht über ihre Diözese, in laizistischen Staaten freilich ohne staatliche Sanktionsbefugnis.

Seit dem 2. Vatikanischen Konzil wurde ihre Stellung weiter verstärkt, indem ihr Hirtenamt seither „Legat Christi” statt „Beauftragter des Papstes” genannt wird.

Insignien der Bischofswürde sind Brustkreuz, Bischofsmütze (Mitra oder Inful), Bischofstab und Bischofsring. Die protestantischen Kirchen handhaben das Bischofsamt unterschiedlich, teilweise kennen sie es nicht (reformierte und einige Landeskirchen), die Vorstellung der apostolischen Sukzession ist bei Anglikanern von untergordneter, bei Lutheranern ohne Bedeutung.

 

Im Alter von 75 Jahren müssen katholische Bischöfe dem Papst ihren Rücktritt anbieten, der daraufhin über das Gesuch entscheidet.

 

Erzbischof

(griech. / lat. „Archiepiscopus”; archi... von griech. archein, „herrschen”, „der Erste sein”) In der Westkirche bezeichnet dieses Amt seit dem 8. Jahrhundert den ersten Bischof, den Metropoliten einer Kirchenprovinz, dessen Diözese Erzdiözese genannt wird. Ihm unterstehen die übrigen Bischöfe der Provinz, die Suffragane genannt werden. Erzbischöfe gibt es in der katholischen Kirche, bei den Anglikanern und bei den Lutheranern in Skandinavien und im Baltikum.
Der Titel Erzbischof wird auch als Ehrentitel verliehen, ohne daß daraus weitere Befugnisse erwachsen. Der Erzbischofshut wird im Wappen des Erzbischofs als Mitra oder Bischofshut mit Quasten dargestellt.

 

Alle fünf Jahre ist jeder Bischof gehalten, zu einem Ad-limina-Besuch beim Papst in Rom zu erscheinen. Hauptzweck dieser auf Pilgerfahrten zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus („Visitatio ad liminum Apostolorum”) in Rom zurückgehenden Reise ist es, dem Papst das heimatliche Bistum zu berichten und Gespräche in den verschiedenen vatikanischen Dikasterien (päpstliche Behörden) zu führen.