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   Christentum

Drei Weise aus dem Morgenland

(Magier, griech. Magoi, magi, „Wahrsager”, „Sterndeuter”; Diese drei Weisen kamen aus dem Orient (Morgenland) nach Jerusalem gezogen. Sie waren einem Stern gefolgt und kamen zu Herodes, dem sie die bevorstehende Ankunft des Christus verkündeten.

Den drei Weisen, Nachfahren Balaams, einer der Propheten aus Pethor am Euphrat, vgl. 4. Mose 22-24, war von ihrem Vorfahren prophezeit worden: „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen, und ein Zepter aus Israel aufkommen” (4. Mose 24,17). Die drei sollen einem Zwölferkollegium von Zauberern angehört haben, von denen jeweils drei vom „Berg des Sieges” Ausschau hielten, ob die Prophezeiung eintrete.
Eines Tages erschien am Himmel die Gestalt eines Knaben mit leuchtendem Kreuz. Dieser Stern sprach zu ihnen, sie sollten sich sofort nach Juda begeben.

So machen sie sich mit reichem Gefolge auf nach Jerusalem und verkünden ihr Wissen dem König Herodes. Der beauftragt sie, nach dem Kind zu suchen und es ihm dann mitzuteilen, damit auch er es anbeten könne.

Die Magier begeben sich auf die Suche, der Stern, der ihnen voranleuchtet, weist ihnen den Weg. In Bethlehem finden sie das Kind, beten sie es an und beschenken es mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Im Traum befiehlt ihnen Gott, nicht wieder zu Herodes zu ziehen (dieser trachtet, das Kind zu töten, vgl. Kindermord) und sie wählen einen anderen Weg zurück nach Osten (Matthäus 2, 1-12).

Seit dem 9. Jahrhundert werden als ihre Namen Kaspar (pers. Kanspar „Schatzmeister”), Melchior (hebr. „König des Lichts”) und Balthasar genannt.
Diese Namen finden sich nicht im kanonischen Schrifttum, sie sind aus dem apokryphen „Armenischen Kindheitsevangelium” überliefert, wo sie als drei Brüder und Könige von Persien (Melquor, später zu Melchior umgewandelt), Indien (Balthasar) und Arabien (Gaspar, später Caspar) bezeichnet werden (WEIDINGER, Die Apokryphen, 455).
Sie heißen auch Apellius, Amerius und Damascus bzw. Galgalat, Magalat und Sarathin.
Ihre Reliquien sollen zuerst von Helena nach Konstantinopel geholt worden sein, dann von Eustorgius nach Mailand zu den Predigerbrüdern, gelangten im 12. Jahrhundert von Mailand nach Köln, wo sie sich noch heute im Dreikönigschrein hinter dem Hochaltar des dortigen Doms befinden. Friedrich Barbarossa schenkte die kostbaren Reliquien seinem Kanzler Rainald von Dassel.

Dargestellt werden drei als Könige, wie sie dem Jesuskind Geschenke übergeben, einer von ihnen mit schwarzer Hautfarbe.

Sie sind Patrone von Köln, der Pilger und der Reisenden, weiter der Spielkartenhersteller und der Kürschner. Sie werden angerufen gegen Unwetter und Epilepsie.

Das Dreikönigsfest wird am 6. Januar begangen.

 

Cabeme

Das aus den Anfangsbuchstaben der hl. drei Könige gebilde Zeichen Cabeme, C+B+M, gilt als zauberkräftiges Zeichen. So soll die Cabeme, mit Kreide angebracht, Gegenstände oder Gebäude vor dem Zugriff von Dieben bewahren (vgl. MALA, 64).
Außer Anfangsbuchstaben der Heiligennamen sollen die Buchstaben C+B+M auch eine Abkürzung des lateinischen Satzes Christus mansionem benedicat sein, zu Deutsch „Christus segne dieses Haus”. Am Dreikönigstag (6. Januar) schrieb man es in diesem Sinne an die Haustür.
Eine andere Herleitung führt die drei Buchstaben (in der Reihenfolge K-M-B) auf die drei Heiligen Madln Katharina, Margarethe und Barbara zurück. Diese Dreiheit sei bereits in vorchristlicher Zeit verehrt worden, wobei Katharina als die weiße, junge Frau, Margarethe als die rote, gebärende Frau und Barbara als die schwarze, alte Frau anzusehen sei. (Lesermitteilung)