| Christentum | ||
(auch Demas) Als man am Rüsttag vor Sabbat den Jesus kreuzigte, starben mit ihm noch zwei Verbrecher, deren Kreuze zu Golgatha zu beiden Seiten des Kreuzes Christi errichtet wurden (Mt 27,38, Mk 15,27, Lk 23,32, Joh 19,18).
Während der eine noch am Kreuze Jesus verspottete, bat der andere ihn um Beistand, wofür ihm Jesus beschied, er solle in Kürze mit ihm im Paradies sein (Lk 39-43). Bei Mt sind es allerdings beide Mörder, die ihn verspotten (31,44), Mk und Joh erwähnen diese Episode überhaupt nicht.
Nachdem ihr Tod eingetreten war, brach man beiden Verbrechern die Beine, wogegen man Jesus mit der Lanze in die Seite stach (Joh 19,31-34).
Ausführlicher berichtet das apokryphe Evangelium des NIKODEMUS von den beiden Verbrechern, deren Namen Dysmas und Gestas waren. Derjenige, der im Angesicht des Todes von der Unschuld Jesu sprach, war Dysmas, der zu Jesu Rechten gekreuuzigt war. Mit den anderen Toten soll er nach dem Einzug Jesu in den Hades auferstanden sein und vom Erzengel Michael mitsamt seinem Kreuz, das er noch trug, am Tor des Paradieses empfangen worden sein (WEIDINGER, Die Apokryphen, 474 u. 490).