| Jerusalem | ||
(Getsemani; aram. Ölkelter) Am Hang des Ölbergs östlich von Jerusalem, an der Straße nach Bethanien, liegt der Garten Gethsemane, worin die Häscher Jesus gefangensetzten, nachdem sie Judas dorthin geführt hatte.
Jesus lehrte den Tag über im Tempel, abends lagerte er mit seinen Jüngern jenseits des Kidron in diesem Garten: Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, ging Jesus hinaus mit seinen Jüngern über den Bach Kidron, da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jünger. Judas aber, der ihn verriet, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern.
Heute wird der etwa sechzig Meter in unregelmäßigem Geviert messende Garten Gethsemane von Franziskanermönchen betreut. Es werden viele heilige Plätze gezeigt, darunter der Platz, an den Jesus in Erwartung der unvermeidlichen Kreuzigung betete, die Felsplatten, auf denen er die Jünger schlafend fand und die Stelle, wo Petrus das Schwert gegen den Malchus schwang (Mt. 26,36ff, Mk. 14,32ff., Lk. 22,39ff., Joh. 18).
Den Garten umfriedet eine Maurer, an der die vierzehn Stationen des Leidenswegs Christi gezeigt werden.
Die alten Ölbaume im Garten können allerdings kaum als Zeugen dieser Ereignisse gelten, da der Römer Titus bei der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. alle Bäume umhauen ließ (HEDIN, S. 167).