| Christentum - Heilige | ||
Eine Zisterzienser-Nonne aus Siena. Passidea war eine Asketin und Büßerin.
In ihrer Selbstzucht trieb sie es so arg, daß sie sich mit Dornen peitschte und anschließend die Wunden mit Essig, Salz und Pfeffer bestrich. Im Winter stieg sie in zufrierende Teiche, manchmal hing sie sich mit dem Kopf nach unten in den qualmenden Schornstein. Absichtlich schlief sie auf Kirschkernen und Erbsen und krönte ihre Qual, indem sie ein 60 Pfund schweres Panzerhemd trug.
Im Kloster soll ihr Christus erschienen sein und ihr die fünf Wunden der Kreuzigung (Stigmata) eingedrückt haben.
Quelle: Otto v. Corvin, Pfaffenspiegel (1979), S. 62