Wunder Jesu
In allen vier Evangelien des Neuen Testaments erscheint Jesus als Heiler und Wundertäter.
Stets weist Jesus bei seinen Heilungen und Wundertaten darauf hin, daß der Glaube das Mittel zur Besserung ist. Bei vielen seiner Heilungen befiehlt er dem Geheilten, nicht über seine wundersame Gesundung zu sprechen, ebenso befiehlt er den bösen Geistern, die für die Krankheit verantwortlich zeichneten, Stillschweigen.
Im Folgenden sind nur individuelle Heilungen gelistet; von vielen Heilungen (meist in Form von Geisteraustreibungen) ist darüber hinaus an zahlreichen weiteren Stellen die Rede (z. B. Mt 8,16, 14,14, 14,35, 15,29-31, Mk 1,32-34, 1,39, 3,10, Lk 4,40-41, 11,14).
Heilungen und Wundertaten nach Matthäus
- Nach der Bergpredigt heilt Jesus einen Aussätzigen durch Anrühren mit der Hand (8,2-3).
- Dem Hauptmann von Kapernaum rettet Jesus dessen Knecht (8,5ff.).
- Die Schwiegermutter des Simon Petrus heilt er vom Fieber (8,14-15).
- Jesus stillt einen Sturm, indem er ihn bedroht (8,23-26).
- In der Gegend der Gadarener treibt Jesus böse Geister aus zwei Besessenen und läßt sie in eine Herde Säue fahren (8,28-32).
- In seiner Stadt (Kapernaum) heilt er einen Menschen von der Gicht, indem er ihm Sündenvergebung zusagt (9,2-7).
- Eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluß hatte, wird durch Berührung von Jesu Kleidern geheilt (9,20-22).
- Des Jairus verstorbene Tochter erweckt er zum Leben (9,23-25).
- Zwei Blinde macht er sehend (9,27-30).
- Einem Stummen treibt er den bösen Geist aus und macht ihn redend (9,32-33).
- In einer Synagoge heilt er am Sabbat einem Menschen die verdorrte Hand (12,9-13).
- Einem Besessenen, der blind und stumm war, verhilft er zu Sprache und Gehör (12,22).
- In der Einöde speist er 5.000 Männer (nichtgerechnet die Frauen und Kinder) mit nur fünf Broten und zwei Fischen, schließlich bleiben zwölf Körbe voll mit Brotbrocken übrig (14,15-21).
- Am Abend nach dieser Tat wandelt er auf dem Meer (14,25).
- Einem kanaanäischen Weib heilt Jesus die Tochter (15,22ff.).
- 4.000 Männer (nichtgerechnet die Frauen und Kinder) sättigt Jesus mit sieben Broten und einigen Fischen, übrig bleiben sieben Körbe voll Brotbrocken (15,32-38).
- Einen Knaben befreit Jesus vonb der Mondsucht (17,14-18).
- Dem Petrus sagt er voraus, daß der einen Fisch mit einem Geldstück im Maul angeln werde (17,27).
- Bei Jericho macht er zwei Blinde durch Anrühren ihrer Augen sehend (20,30-34).
- Einen Feigenbaum läßt er verdorren (21,19).
Heilungen und Wundertaten nach Markus
- In Kapernaum treibt er am Sabbat in der Synagoge einem Besessenen den bösen Geist aus (1,21-26).
- Die Schwiegermutter des Simon Petrus heilt er vom Fieber (1,30-31).
- Einen Aussätzigen heilt Jesus durch Anrühren mit der Hand (1,40-42).
- In seiner Stadt (Kapernaum) heilt er einen Menschen von der Gicht, indem er ihm Sündenvergebung zusagt (2,1-12).
- Einem Menschen heilt er am Sabbat in der Synagoge die verdorrte Hand (3,1-5).
- In der Gegend der Gerasener treibt er viele böse Geister namens Legion aus einem Besessenen (5,1ff.).
- Eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluß hatte, wird durch Berührung von Jesu Kleidern geheilt (5,25-34)).
- Des Jairus verstorbene Tochter erweckt er zum Leben (5,35-42).
- In der Einöde speist er 5.000 Mann mit nur fünf Broten und zwei Fischen, schließlich bleiben zwölf Körbe voll mit Brotbrocken übrig (6,38-44).
- Am Abend nach dieser Tat wandelt er auf dem Meer (6,48).
- In der Einöde speist er 4.000 Mann mit nur sieben Broten, schließlich bleiben zwölf Körbe voll mit Brotbrocken übrig (8,1-9).
- In Bethsaida heilt er einen Blinden, indem er ihm Speichel auf die Augen gibt (8,22-25).
- Einen Knaben befreit er von der Fallsucht (9,17-27).
- Einen Feigenbaum läßt er verdorren (11,12-14 u. 11,20).
Heilungen und Wundertaten nach Lukas
- In Kapernaum treibt er am Sabbat in der Synagoge einen bösen Geist aus (4,31-35).
- Die Schwiegermutter des Simon Petrus heilt er vom Fieber (4,38-39).
- Dem Fischer Petrus verhilft er am See Genezareth zu einem beeindruckenden Fang (5,4-6).
- In einer namentlich nicht genannten Stadt am See Genezareth heilt er einen Aussätzigen (5,12-13).
- Kurz darauf heilt er einen Gichtbrüchigen (5,18ff.).
- In einer Synagoge heilt er am Sabbat einem Menschen die verdorrte Hand (6,6ff.).
- In Kapernaum heilt er den todkranken Knecht des Hauptmanns (7,1ff.).
- In Nain erweckt er einen toten Jüngling zum Leben (7,11-15).
- Die Maria Magdalena befreit er von sieben Geistern (8,2).
- Bei der Überfahrt über den See Genezareth stillt er einen Sturm (8,22-24).
- In der Gegend der Gerasener treibt er viele böse Geister namens Legion aus einem Besessenen (8,26ff.).
- Eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluß hatte, wird durch Berührung von Jesu Kleidern geheilt (8,43-44).
- Des Jairus verstorbene Tochter erweckt er zum Leben (8,49-55).
- In der Einöde speist er 5.000 Menschen mit nur fünf Broten und zwei Fischen, schließlich bleiben zwölf Körbe voll mit Brotbrocken übrig (9,10-17).
- Einen Knaben heilt er von der Fallsucht (9,38-42).
- Eine Frau mit verkrümmten Rückgrat (Rachitis?) heilt er am Sabbat durch Handauflegen (13,11-13).
- Ebenfalls am Sabbat befreit er einen Menschen von der Wassersucht (14,2-4).
- Zwischen Samaria und Galiläa heilt er zehn Menschen vom Aussatz (17,11-17).
- Bei Jericho macht er einen Blinden sehend (18,35-43).
- Im Garten Gethsemane heilt er das abgeschlagene Ohr eines der Knechte des Hohenpriesters (22,51).
Heilungen und Wundertaten nach Johannes
- Bei der Hochzeit zu Kana in Galiläa verwandelt er Wasser in Wein (2,1-11)
- In Kapernaum heilt er den Sohn des Hauptmanns (4,47-51).
- Am Teich Bethseda heilt er einen Gelähmten (5,6-9).
- In der Einöde speist er 5.000 Menschen mit nur fünf Gerstenbroten und zwei Fischen, schließlich bleiben zwölf Körbe voll mit Brotbrocken übrig (6,9-13).
- Am Abend nach dieser Tat wandelt er auf dem Meer (6,19).
- Mit Erde und Speichel bestreicht er die Augen eines Blinden und macht ihn sehend (9,1-7).
- In Bethanien erweckt er den verstorbenen Lazarus zum Leben (11,1ff.).
Eine Fülle weiterer Wunder Jesu findet sich in den apokryphen Evangelien, etwa dem Thomas-Evangelium oder dem Pseudo-Matthäusevangelium.
Soweit nicht anders vermerkt ist auf diesen Seiten stets die Lutherübersetzung nach dem 1912 vom Deutschen Evangelischen Kirchenausschuß genehmigten Text, erschienen 1961 bei der Württembergischen Bibelanstalt, Stuttgart, zitiert.