| Christentum | ||
(griech. Maßstab, Richtschnur; Katalog) Auf die Bibel bezogen meint dieser Ausdruck die von der Kirche anerkannten und in die Heilige Schrift aufgenommenen Bücher.
Im Laufe der frühkirchlichen Entwicklung wurde die vom Judentum überkommene Bibel mehrfach gesichtet und der eigenen Lehre nicht hilfreiche Schriften ausgesondert. Beim Neuen Testament gab es keine Vorlage wie beim Alten, hier war ein eigenes Schrifttum zu schaffen, daß erst allmählich allgemeine Anerkennung fand.
Das Alte Testament betreffend gibt es heute verschiedene Ansichten, das Neue Testament hingegen hat bei allen christlichen Kirchen den gleichen Umfang.
Ehemals in religiösem Gebrauch befindliche und später aus dem Kanon ausgeschiedene Bücher werden als Apokryphen bezeichnet, soweit sie von der katholischen Kirche kanonisiert sind bezeichnet man sie als Pseudepigraphen.