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   Christentum
 

Kardinal

(von lat. cardo, „Türangel”) Kardinäle sind nach dem Papst die höchsten Würdenträger der katholischen Kirche. Sie unterstützen ihn in theologischen wie organisatorischen Fragen, etwa wie Minister/Ministerpräsidenten den Kanzlern/Präsidenten in Republiken.

Nur Kardinäle dürfen als Kardinalskollegium im Konklave den neuen Papst wählen. Einer der ihren wird künftiger Nachfolger Petri werden, sofern er weniger denn 80 Lenze zählt.

Kardinäle gibt es aus allen (besiedelten) Kontinenten, ganz wie der Papst sie erwählt; wie alle hauptamtlichen Zölibaten der Kirche sind sie auf Lebenszeit ernannt.

Wer einen der ihren trifft: Der Kardinal wird im Gespräch mit „Eminenz” angeredet. Man erkennt ihn an rotem Birett, dem früheren Kardinalshut und dem purpurrotem Gewand. Die rote Farbe dieses Gewands soll die Treue zum Papst bis hin zum Blutvergießen symbolisieren. Dessen italienische Bezeichnung, porpora, führte zur Bezeichnung des Kardinals als „Porporato”.

Der rote Kardinalshut geht auf Papst Innozenz IV. (1243 bis 1254) zurück.

Das Konklave, das bei der Papstwahl 2005 über die Nachfolge Papst Johannes Paul II. zu befinden hat, setzt sich aus 117 Wahlberechtigten aus 54 Ländern zusammen, davon 48 aus Europa. Italien, das früher stets dominierte, ist mit zwanzig Vertetern dabei. 22 Kardinäle kommen aus Südamerika, 14 aus dem Norden des Doppelkontinents. Elf Kardinäle sind Asiaten, zwölf Afrikaner, zwei kommen aus Australien und Neuseeland.