| Bibel nach Luther - Neues Testament | ||
Dieses Evangelium eröffnet als eines der drei synoptischen Evangelien des Kanons das Neue Testament.
Es gilt als etwas jünger als das Markusevangelium, das als eine der Quellen gilt, aus denen Matthäus es der Überlieferung nach niederschrieb, ehe er nach Abschluss dieser Arbeit im Jahr 42 zur Mission zu den Parthern aufbrach. Als seine andere Quelle gilt die sog. Logienquelle mit Worten Jesu.
In seinem Evangelium gibt Matthäus als seinen Beruf den des Zöllners an (Matthäus 9,9), doch wird dieses wie überhaupt seine Verfasserschaft von der Forschung angezweifelt. Das unter anderem, weil Matthäus ursprünglich Levi hieß (Markus 2,14ff.). 1911 entschied eine Bibelkommission, die Identität der Person als gegeben anzuerkennen.
Kennzeichnend für das Evangelium nach Matthäus ist die breite Darstellung der Reden Jesu, von denen die Bergpredigt - wenigstens dem Titel nach - die bekannteste ist.
Matthäus folgend ist Jesus ganz der ersehnte Messias Israels. Dessen Herkunft aus dem Haus David und hinauf bis Abraham dokumentiert Matthäus sorgfältig gleich Eingangs seiner Schrift.
Soweit nicht anders vermerkt ist auf diesen Seiten stets die Lutherübersetzung nach dem 1912 vom Deutschen Evangelischen Kirchenausschuß genehmigten Text, erschienen 1961 bei der Württembergischen Bibelanstalt, Stuttgart, zitiert (Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments).