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   Christentum
 

Vierzehn Nothelfer

Eine Gruppe von vierzehn Heiligen hat die christliche Volksfrömmigkeit zu Helfern in allen Fährnissen des Lebens zusammengestellt. Der Ursprung dieses Glaubens wird im Deutschland des 14. Jahrhunderts angesiedelt.

Nach der Erfahrung der Pest mit ihrem massenhaften Sterben verfestigte sich diese Tradition, als ein Schäfer in Langenheim/Oberfranken in einer Vision diese Nothelfer in Gestalt von Engeln erlebte. Von der Wirksamkeit der Nothelfer zeugen seitdem etliche Berichte, die von erfolgreicher Fürbitte dieser Heiligen in körperlichen und geistigen Nöten (MALA, 113)

Ein Wallfahrtsort ist die Kirche Vierzehnheiligen bei Staffelstein/oberes Maintal. Der von Bathasar Neumann begonnene Bau gilt als ein Hauptwerk barocker Kirchenbaukunst und wurde im Jahre 1772 vollendet.

Die vierzehn Nothelfer sind

Achatius („der Soldat”, bei Todesangst und Zweifel)

Ägidius (eine gute Beichte)

Barbara (4. Dezember der Sterbenden)

Blasius (3. Februar Halsleiden)

Christopherus (24. Juli gegen unvorbereiteten Tod)

Cyriakus (8. August Anfechtung in der Todesstunde)

Dionysius von Paris (gegen Kopfschmerz)

Erasmus (2. Juni gegen Leibschmerz)

Eustachius (20. September in allen schwierigen Lebenslagen)

Georg (23. April gegen Seuchen der Haustiere)

Katharina von Alexandrien (25. November gegen Leiden der Zunge und schwere Sprache)

Margareta von Antiochien (20. Juli der Gebärenden)

Pantaleon (27. Juli der Ärzte)

Vitus (15. Juni gegen Epilepsie)

 

Auch der Pestpatron Rochus (16. August) wird gelegentlich zu dieser Gruppe gezählt, regionale Bedeutung haben Antonius und Leonhard.

Im süddeutschen Raum gehört auch Nikolaus zu ihnen, der hier den Erasmus ersetzt.
Auch die hl. Notburga gilt gelegentlich als eine der vierzehn Nothelfer.

 

Die Heiligen im Jahreslauf
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