| Christentum - Päpste | ||
Dieser Papst, er hatte das höchste Amt der Christenheit von 492 bis zu seinem Tod am 21. November 496 inne, focht wie kein anderer Papst nach Leo I. für den Primat (Vorrang) des römischen Bischofs und der geistlichen Macht gegenüber der weltlichen Macht, die er aber in der von ihm vertretenen Zweigewaltentheorie ausdrücklich anerkannte. Sein Vorgänger im Amt war Felix III. (II.), sein Nachfolger Anastasius II.
Er war gut vertraut mit dem Gotenkönig Theoderich d. Gr.. Scharf wandte Gelasius I. sich gegen die Irrlehren Pelagianismus und Manichäismus sowie gegen das Heidentum. Weiter befaßte er sich mit der Entwicklung des Kirchenrechts und der Liturgie.
Gelasius versuchte die Apokryphen zu verbieten. Wenn ihm das glückte, dann wohl nur während seiner Regierungszeit, denn noch bis Ausgang des Mittelalters galten die Apokryphen als ebenso authentisch wie die vier kanonisierten Evangelien. (HABIGER-TUCZAY, 41)
494 unterschied Gelasius zwei Hauptgewalten in der Welt, die auctoritas sacrata pontificum und die regalis potestas. (BORST, 82)
Sein Tag im Kalender der Heiligen ist der 21. November.