| Christentum - Papsttum | ||
(gr.-lat. der Wachsame; Papst 996 bis 999) Der 972 als Sohn des Kärntner Herzogs Otto geborene Bruno von Kärnten, er entstammte dem Geschlecht der Salier und war Urenkel Ottos des Großen, trat 996 als Gregor V. im Alter von nur vierundzwanzig Jahren die Nachfolge Johannes’ XV. an und war damit erster Papst deutscher Nation.
Noch im Jahr seiner Wahl krönte er 996 seinen Vetter Otto III., der sich für seine Wahl eingesetzt hatte, zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
In Rom war Gregor V. höchst unbeliebt, Aufständische jagden ihn nudus omnium rerum, nackt und mittellos, aus der Stadt. Zwar konnte Gregor wenig später zurückkehren, starb aber schon bald (am 18. (vermutlich) Februar 999) an der damals in Rom grassierenden Malaria.
Zudem hatte er in Johannes XVI. (997 bis 998) einen Gegenpapst
In seiner Amtszeit trat Gregor für Reformen der Kirche ein und hielt auf enges Einvernehmen mit dem Kaiser.
Er förderte Gerbert von Aurillac, den späteren Silvester II. und machte ihn bei Otto III. bekannt, dessen Anerkennung der zuvor isolierte Gerbert erringen konnte. 999 wurde Silvester II. Gregors Nachfolger. (HABIGER-TUCZAY, 75)