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   Christentum - Päpste
 

Innozenz I.

(lat. innocens, „unschuldig”) Dieser wurde im vierten Jahrhundert im italienischen Albano geboren und (wahrscheinlich) im Jahre 402 als Nachfolger seines Vaters Anastasius I. zum Papst gewählt. In diesem Amt suchte er die Vormachtstellung des Bischofs von Rom in politischer Hinsicht zu stärken, womit er eine lange Tradfition weltlichen Machtstrebens des Heiligen Stuhl einleitete.

Auch als Diplomat bemühte sich Innozenz I., indem er — vergeblich — im Jahre 410 den Westgotenkönig Alarich I. auf dem Verhandlungswege von der Plünderung Roms abzubringen versuchte. Wenngleich dieses scheiterte und Alarich mit reichen Schätzen die Stadt verließ (darunter möglicherweise auch der legendenumwobene heilige Gral), gilt Innozenz I. doch als einer der bedeutendsten Päpste des frühen Mittelalters.

DE ROSA zählt ihn allerdings zu jenen Päpsten, welche „unglückliche Äußerungen getan” haben. So meinte Innozenz I. in einem Schreiben an das Konzil von Milevis, Säuglinge seien verpflichtet, die Kommunion zu empfangen. Sonst müßten sie, stürben sie getauft, aber ohne Empfang der Kommunion, direkt zur Hölle fahren. (Gottes erste Diener, 256f.)

Auch in Bezug auf den Zölibat vertrat Innozenz I. klaren Standpunkt, indem er jeden Verstoß gegen die sexuelle Enthaltsamkeit der Priester mit der Amtsenthebung des Betreffenden zu ahnden befahl. (DE ROSA, 494).

417 bestätigte Innozenz I. die von Augustinus angestrebte Verurteilung des Pelagianismus. (GRABOIS, 472)

Gestorben ist Innozenz I. am 12. März 417, der 12. März ist auch sein Tag im Kalender der Heiligen. Nachfolger dieses Papstes wurde Zosimus.