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   Christentum - Papst
 

Johannes XIII.

(von hebrä. Jochanan „Jahwe ist gnädig”; Papst von 965 bis 972) Dieser Römer verdankte seine Wahl dem Kaiser Otto I., dessen Wunschkandidat er war. Entsprechend einvernehmlich mit dem Kaiser geriet dann auch dieses Pontifikat, Johannes XIII. krönte dessen Sohn Otto II. und er erhob Magdeburg zum Erzbistum. Johannes XIII. starb am 6. September 972 in Rom.

Johannes’ XIII. Pontifikat folgte den Wirren zwischen Kaiser und Papsttum, als Otto I. Papst Johannes XII. für abgesetzt erklärt hatte und statt seiner Leo VIII. einsetzte, die Römer aber Benedikt V. wählten. Nachfolger Johannes’ XIII. wurde Benedikt VI.

Bei den Römern soll Johannes XIII. wenig beliebt gewesen sein, sie hätten ihn stracks davongejagt; Otto I. brachte ihn zurück, soll aber bald eingesehen haben, daß die Römer recht hatten, den der Papst soll außergewöhnlich grausam gewesen sein. Laut der Chronik des Luitprand soll er Feinden die Augen ausgerissen und „die halbe römische Bevölkerung über die Klinge springen” lassen haben. (de ROSA, 67)

Andererseits hatte Johannes XIII. Sympathie für Gerbert von Aurillac, den späteren „Zauberpapst” Sylvester II., den er anläßich eines Aufenthaklts Gerberts 970 in Rom kennengelernt hatte und wegen seiner naturwissenschaftlichen Kenntnisse schätzte. Worin er sich mit Kaiser Otto I. einig war. (HABIGER-TUCZAY, 75)