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   Christentum - Päpste
 

Martin V.

(Papst 1417 bis 1431) Er kam am 20. Februar 1368 in Genazzano zur Welt, wurde 1405 Kardinal und 1405 auf dem Konzil zu Konstanz zum Papst gewählt, womit das große abendländische Schisma ein Ende fand.

Als seine Amtsvorgänger hatten gleich drei Päpste den Stuhl Petri beansprucht, Johannes XXIII., Gregor und Benedikt. Johannes wurde auf dem Konstanzer Konzil abgesetzt, Gregor dankte feiwillig ab und nur Benedikt hielt von Spanien aus an seinen Ansprüchen fest. Martin V. soll den Neunzigjährigen mittels Gift aus dem Wege schaffen lassen haben. (CORVIN, 181f.)

Tatkräftig mührte sich Martin V. um die Wiederherstellung des päpstlichen Ansehens in Kirchenstaat und Rom, dank seiner Mitwirkung fielen die in Konstanz geschlossenen Konkordate für das Papsttum günstig aus.

Eine nach Konstanz einberufene Synode ließ er nach Pavia und Siena verlegen.

Martin V. starb am 20. Februar 1431 (es war sein Geburtstag) in Rom, sein Nachfolger wurde Eugen IV.

Martin V. soll ein erbitterter Feind der Deutschen gewesen sein. Er habe geäußert, Deutschland möge ein großer Teich sein, die Deutschen lauter Fische und er der Hecht, der sie alle auffresse. (CORVIN, 172)