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   Christentum - Päpste
 

Pius IV.

(lat. pius, „fromm”; Papst 1559 bis 1565) Der 1499 als Giovanni Angelo Medici (nicht verwandt mit dem berühmten florentinischen Haus Medici) Geborene stammte aus Mailand. Er studierte in Bologna und wirkte dann am päpstlichen Hof als Verwalter und Notar. Der Protektion des Papstes Paul III. verdankte er seine Ernennung zum Erzbischof von Ragusa 1545, 1549 wurde er zum Kardinal ernannt.

Im gleichen Jahr starb Paul III. und Giovanni Angelo Medici hatte einen Karriereknick hinzunehmen, denn weder Julius III. noch Paul IV. erwiesen ihm solche Gunst wie deren Vorgänger. Als Paul IV. aber gestorben war und man sich nicht auf einen Nachfolger einigen konnte, verständigte man sich nach dreimonatigem Konklave auf den als gemäßigt geltenden Giovanni Angelo Medici, der als Pius IV. den Stuhl Petri bestieg.

Der neue Papst erwies sich aber als forscher Amtsinhaber und ließ als eine seiner ersten Maßnahmen im Juni 1560 die Brüder Carlo und Giovanni Carfa verhaften, die Günstlinge seines Vorgängers Paul IV. Den Kardinal Carlo Carfa bezichtigte er als Mörder und Hochverräter und ließ ihn hinrichten.
Er selbst holte seine eigene Familie an den päpstlichen Hof und umgab sich dergestalt mit eigenen Günstlingen.

Zu den Erfolgen Pius’ IV. gehört die Wiedereinberufung des 1562 ausgesetzten Konzils von Trient, das er binnen weniger Monate im Dezember 1563 zu einem Abschluß brachte.
Zu den Ergebnissen gehörte ein von Pius IV. herausgegebener neuer Katechismus und eine Revision des Index verbotener Bücher.

Weiter kümmerte er sich um den Bau des Petersdoms und gab auch den Anstoß zum Bau weiterer Kirchenbauten.

Nachfolger Pius’ IV. wurde Pius V.