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   Christentum - Papsttum
 

Sixtus II.

(gr. Xystus, „der Glatte”) Ein aus Griechenland stammender Papst, der 257 oder 258 für wenige Monate als Nachfolger Stephans I. römischer Bischof war, aber schon bald im Rahmen der von Kaiser Valerian durchgeführten Christenverfolgungen festgenommen worden und am 6. August 258 in Rom geköpft wurde. Neben Sixtus sollen damals auch die Diakone Laurentius, Felicissimus und Agapitus das Martyrium erlitten haben. Sixtus II. folgte im Amt Dionysius.

Dem Laurentius soll Sixtus II. zuvor die Kirchenschätze anvertraut haben, unter anderem habe sich darunter jener Kelch befunden, welchen Jesus beim letzten Abendmahl herumgereicht hatte und der als heiliger Gral legendenumwoben ist.

Vor seinem Tode mühte sich Sixtus um die Annäherung an die nordafrikanischen und kleinasiatischen Gemeinden, welche im Gegensatz den anderen auch die von zu Ketzern erklärten Christen durchgeführte Taufe für gültig hielten. Sixtus akzeptierte diese Haltung, welche von der Synode zu Alreta (314) aber doch für unzulässig erachtet wurde.

Im sechsten Jahrhundert wurden die Gebeine dieses Papstes nach S. Sisto in Rom übertragen.

Dargestellt wird Sixtus II. als Papst, mit Kreuzstab, mit Buch, Geldbeutel oder Schwert oder in Gesellschaft des Laurentius.

Angerufen wird Sixtus gegen Halsschmezen, von hoffenden Frauen und er ist Schutzpatron der Bohnen und der Trauben.

An seinem ursprünglichen Tag im Kalender der Heiligen, am 6. August, fanden nämlich an zahlreichen Orten Segnungen der Trauben statt. Später verlegte man den Tag dieses Heiligen auf den 7. August, weil am 6. August in Rom der Kirchweihtag der Basilika Santa Maria Maggiore, Roms erster Marienkirche (435 der Maria geweiht), begangen wurde. In der katholischen Kirche gilt dieser Gedanktag nicht als geboten. Die Ostkirche gedenkt dieses Heiligen am 10. August.