| Christentum - Papsttum | ||
(gr. Xystus, der Glatte) Der als Francesco delle Rovere am 21. Juli 1414 in Celle bei Savonna (Italien) Geborene trat in den Franziskanerorden ein, 1464 wurde er Ordensgeneral. 1467 wurde er zum Kardinal ernannt, 1471 Papst. Er gilt als typischer Renaissance-Papst mit Vorliebe für Kunst und Wissenschaft, unter anderem gab er den Auftrag zum Bau der berühmten Sixtinischen Kapelle.
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
Im Streit um die Frage, ob Maria, die Mutter Jesu, selbst in Erbsünde empfangen war oder nicht befahl Sixtus zugungsten der Marienverehrung die Begehung des Festes Mariä Empfängnis.
Kritikern gilt Sixtus IV. als Wüstling (DE ROSA, 516). Denn er soll etliche Söhne gehabt haben. Drei dieser Neffen des Papstes genannten Abkömmlinge soll er zu Kardinälen gemacht haben, ebenso weitere Verwandte. Zur Finanzierung seiner Bauvorhaben führte er einige pikante Abgaben ein. Er vergab als erster römischer Papst — entgeltpflichtig Lizenzen an Bordelle, zudem forderte von der Priesterschaft eine Steuer auf deren Mätressen. Gut verdient haben soll er auch an einem Ablaß, welche er wohlhabenden Männern auf deren Ehebruch gewährte. Gewinnbringend war auch der Vorstoß des Papstes, der Ablaß könne auch noch längst Verstorbenen nützlich sein, wenn deren Angehörige dafür zu zahlen bereit waren. (DE ROSA, 126f.)
1478 autorisierte Sixtus IV. für Kastilien, später (1480) für ganz Spanien die Inquisition.
1474 bestätige Sixtus IV. den auch Paulaner genannten Orden der Mindesten Brüder um Franz von Paola.
Am 14. April 1482 wurde Bonaventura heiliggesprochen.