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   Christentum - Päpste
 

Urban VII.

(lat. urbanus, „der Städter”) Diesem Papst, er wurde 1590 zum Nachfolger Sixtus’ V. gewählt, war kein langes Pontifikat beschert, denn nur zwölf Tage nach seiner Wahl verstarb er an Malaria.

Sein Geburtsname war Giambattista Castagna, geboren wurde er 1521 in Rom. In Bologna studierte er die Rechte und begann eine geistliche Laufbahn. 1562 bis 1563 war er Teilnehmer der dritten Phase des Trienter Konzils. Er kam an den Hof Philipps II. und trat dort als Diplomat hervor, indem er zur Werdung des Bündnisses beitrug, welches zum christlichen Seesieg über die Türken 1571 bei Lepanto führte. 1583 wurde er päpstlicher Statthalter von Bologna und zum Kardinal ernannt. Am 15. September 1590 wurde er zum Papst gewählt und nahm den Namen Urban VII. an, doch schon am 27. September 1590 starb er in Rom.
Er hatte die Nachfolge Sixtus’ V. antreten sollen, nun folgte dem fast unmittelbar Gregor XIV.

Die Amtszeit Urbans VII. gilt nach kirchlicher Lesart als kürzestes Pontifikat der Kirchengeschichte. Vor ihm erlag Stephan II. im Jahre 752 nur vier Tage nach seiner Wahl einem Schlaganfall. Er hatte allerdings noch keine Weihen erhalten und wird daher nicht offiziell in die Reihe der Päpste gestellt. Im zwanzigsten Jahrhundert war Johannes Paul I. nach nur dreiundreißig Tagen im Amt verstorben, wie es heißt an einem Infarkt, aber verschwörungstheorotisch ist auch von Mord die Rede.