Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Christentum - Päpste
 

Benedikt IX.

Der „Kindpapst”. Ein Papst, der dreimal, von 1032 bis 1044, 1045 und von 1047 bis 1048 das Amt inne hatte.

Benedikt IX. hält insofern Rekorde in der langen Geschichte des Papsttums, als er gleich dreimal dieses Amt bekleidete und überdies mit nur elf (oder zwölf) Jahren bei seinem ersten Amtsantritt der bislang jüngste Inhaber des Stuhls Petri war.

Seine erste Flucht aus Rom soll durch eine Sonnenfinsternis am Peter-und-Paul-Fest 1033 bewirkt worden sein. Ein anderes Mal, 1045, vertrieb man ihn aus Rom, die Armee des Kaisers Konrad trieb ihn wieder in die Stadt hinein. Am 1. Mai 1045 trat Benedikt zurück und erhielt für seine Abdankung den gesamten Peterspfennig (die Kollekte aus England). Benedikt reute bald sein Entschluß und verlangte die Wiedereinsetzung ins Amt, doch Kaiser Heinrich II. duldete die Zustände nicht weiter und machte Clemens II. zum Papst. Der starb jedoch schon bald darauf, Heinrich II. weilte wieder im Norden und Benedikt nutzte die Gelegenheit, erneut den päpstlichen Thron zu besteigen, zog sich dann aber in das Kloster von Grottaferrato zurück (de ROSA, 68ff.).

Sein Nachfolger wurde Gregor VI., der für das Amt an Benedikt eine Abfindung zahlte, weshalb Kaiser Heinrich III. wegen dieser Simonie seine Absetzung veranlaßte.

Kardinal Beno behauptete in seiner Schrift Vita et Gesta Hildebrandi (verfaßt vor 1098), Hildebrand (Gregor VII.) habe von Benedikt IX. die Teufelskunst gelernt und der habe sie seinerseits von Sylvester II. (HABIGER-TUCZAY, 77)