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   Christentum - Papsttum
 

Julius II.

(Papst 1503 bis 1515) Der als Giuliano delle Rovere Geborene war ein Franziskaner und Verwandter des Papstes Sixtus IV., der ihn zum Kardinal machte. 1503 wurde er als Nachfolger von Pius III. selbst Papst und hatte den Stuhl Petri bis 1515 inne.

Als Kardinal unterstützte Giuliano delle Rovere die Wahl des Papstes Innozenz VIII. (1484 bis 1492).

Julius, der selbst das Papstamt durch Bestechung erlangt haben soll, ordnete nach seiner Wahl an, daß künftig jeder abgesetzt werden solle, der ein Konklave zu bestechen versuchte.

Er war Auftraggeber Michelangelos, der die Kuppel der Sixtinischen Kapelle ausmalte. Trotz dieser und anderer Leistungen für die Kunst war Julius weniger Kunstfreund als Kriegsmann, der in den italienischen Kriegen Territorien für die Kirche eroberte.

Julius II. war es auch, der die Schweizergarde aufstellen ließ, eine Schutztruppe von 250 Mann, welche von den Schweizer Kantonen Zürich und Luzern gestellt wurde und denen der Schutz des Papstes oblag und bis heute obliegt.

1507 bestätigte Julius den Kult des heiligen Hauses von Loreto. Dieses ist der Legende nach das Haus der Maria, das Engel von Bethlehem nach Italien getragen hätten.

1509 verlängerte Julius das seit 1491 bestehende Angebot des „Butterbriefes” um weitere zwanzig Jahre. Diesen Ablaß hatte Papst Innozenz VIII. 1491 gewährt und er versprach demjenigen Straffreiheit im Jenseits, der während der Fastenzeit verbotenerweise Milchprodukte ißt. (de ROSA, 146)

Am 18. April 1506 wurde unter Papst Julius II. in Rom der Grundstein für den Petersdom gelegt.

Nachfolger des Julius II. wurde Leo X.