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 Christentum - Heilige
 
 

Isidor von Sevilla

(Name griech., viell. „Geschenk der Mondgöttin Isis” oder „Isis geweiht”) Der um 560 im spanischen Cartagena geborene Isidor folgte seinem Bruder Leander im Jahre 600 im Amt des Erzbischofs von Sevilla nach. Er gilt als letzter abendländischer Kirchenvater.

Als Kirchenlehrer hinterließ er eine Menge Schriften, die in den Jahrhunderten nach ihm erhebliche kirchenpolitische Wirkung entfalteten, seine „Etymologien”, eine Art Enzyklopädie des Wissens seiner Zeit, ist wertvolle historische Quelle. Isidor von Sevilla wird auch „Lehrmeister Spaniens” genannt und ist Spaniens Nationalheiliger.

Noch berühmter als seine „Etymologie” sind sicher die Pseudo-Isidorischen Dekretalen. Diese Urkunden sind Anfang des 9. Jahrhunderts gefälschte und dem Isidor zugeschriebene Texte, die neben 60 angeblichen Briefen der ersten Bischöfe von Rom, deren Zweck die Durchsetzung des alleinigen Machtanspruchs des römischen Papstes war. Das tollste Stück der Pseudo-Isidoren ist eine angebliche Urkunde des Kaisers Konstantin, dergemäß er das ganze Abendland dem Apostel Petrus geschenkt habe.

Gestorben ist Isidor am 4. April 636 in Sevilla, 1598 (Datum unsicher) erfolgte seine Heiligsprechung.

Dargestellt wird Isidor von Sevilla als Bischof, mit Schreibgerät, Buch, Schwert und Kreuz.

Sein Tag im Heiligenkalender ist der 4. April.

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