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| Christentum - Heilige | |
* im 1. Jahrhundert, † um 70
(griech. Markos; eigentlich Johannes Markus) Einer der Evangelisten, dem das Markus-Evangelium zugeschrieben wird, das als das älteste der vier kanonischen Evangelien gilt.
Geboren wurde er in Jerusalem, wo seine Mutter ein Haus besaß (Apostelgeschichte 12,12-17). Mit Paulus und Barnabas unternahm er eine Missionsreise nach Antiochien, brach sie aber in Perge ab. Als er bei einer weiteren Reise wieder dabei sein möchte, zerstreiten sich Paulus und Barnabas darüber.
Später vertrug man sich wohl wieder (z.B. Kolosser 4,10). Auch nach Rom gelangte Markus, wo er nach 1. Petrus 5,14 den Petrus traf. Nach dessen Tod zog er nach Alexandria, um dort eine Gemeinde zu gründen. 67 soll er von Einwohnern zu Tode geschleift worden sein.
Zuvor aber schrieb er, nach altkirchlicher Überlieferung, in Rom nach Angaben (Vorträgen) des Petrus sein Markusevangelium. Weil sein Evangelium mit Johannes dem Täufer, dem Prediger in der Wüste, beginnt, wurde der Löwe als König der Wüste sein Symboltier.
Reliquien des Markus befinden sich im Markusdom in Venedig und auf der Bodenseeinsel Reichenau, einen Daumen soll Heinrich der Löwe nach Braunschweig gebracht haben. Eigentlich war sein Grab im ägyptischen Alexandria. Als aber die Araber Ägypten erobert haben, verfiel die dortige Markuskirche und die Venezianer hielten es für angebracht, 828 die Gebeine des Evangelisten nach Venedig zu holen.
Dargestellt wird Markus in einem Buch schreibend, mit einem Löwen oder beim Märtyium.
Er ist Patron von Venedig und der Insel Reichenau, der Bauern, verschiedener (Bau-)Handwerke und der Notare. Er sorgt für gutes Wetter und Ernte, schützt vor Blitz, Hagel und plötzlichen Tod.
Außer am 25. April wird das Markus-Fest bei den Griechen am 11. Januar und in Venedig am 25. Juni begangen.
In der St.-Markus-Nacht erscheinen an der Kirchentür die Schatten derer, die demnächst versterben werden.
Sein Tag, der 25. April, ist für die Landwirtschaft ein Wetter- und Lostag.
Am Markustag durfte nicht gejagd werden, weil dem Jäger sonst das ganze Jahr Jagdpech sicher sei (WEHR, 133).
Die Heiligen im Jahreslauf
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