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| Christentum - Heilige | |
(lat. fromm) * 17. Januar 1504 in Bosco, Italien als Michele Ghisleri, † 1. Mai 1572 in Rom
Die Karriere des Dominikaners wurde von Papst Paul IV. (1559 bis 1565) nach Kräften unterstützt. 1657 machte Paul IV. Ghisleri zum Kardinal, 1558 zum Großinquisitor. 1566, zwischenzeitlich war Pius IV. Papst gewesen, wurde Ghisleri zum Papst gewählt und nahm den Namen Pius V. an.
Bei seiner Wahl soll Pius geäußert haben: Als Mönch hoffe ich selig zu werden, als Kardinal zweifle ich daran, und als Papst halte ich die Sache für unmöglich. (CORVIN, 205)
Pius V. tat sich als Papst durch Reformen hervor. Er bekämpfte die Simonie (Käuflichkeit von Ämtern, nach Simon Magus) und den Nepotismus (Begünstigung von Verwandten bei der Ämtervergabe). Den Klerus drängte er zu einem moralischeren Lebenswandel und reformierte die Kurie.
1570 publizierte er ein neues Meßbuch, das größtenteils bis 1969 Gültigkeit hatte.
Im gleichen Jahr (1570) exkommunizierte er Königin Elisabeth I. von England, auch das Staatskirchentum in Spanien mißfiel Pius, weshalb er mit König Philipp II. verfeindet war.
1571 schuf Pius V. als neue Abteilung des Vatikan die unter Aufsicht des Heiligen Offiziums stehende Kongregation für den Index verbotener Bücher. Die Abteilung blieb bis 1917 bestehen, als ihre Aufgaben wieder vom Heiligen Offizium direkt erledigt wurden. Die letzte Ausgabe des Index erschien 1948.
1712 wurde Pius V. heilig gesprochen.
Dargestellt wird Pius V. in Dominikanertracht und als Papst, mit Kinn- und Backenbart, Rosenkranz und Buch.
Sein Tag ist der 30. April.
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