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| Christentum - Heilige | |
(von Rom bzw. von Neuß; lat. quirinus Lanzenschwinger) Der Legende gemäß war er ein römischer Tribun, geboren im 1. Jahrhundert, der gemeinsam mit seiner Tochter Balbina das Christentum annahm. Um 130 fielen beide einer Christenverfolgung zum Opfer.
Seine sterblichen Überreste gelangten um 1000 (oder um 1050) in das Benediktinerkloster Neuß / Nordrhein-Westfalen. Es entwickelte sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Um die Reliquien gebührend zu verwahren errichtete man die Kirche St. Quirin. Dieser Kirchenbau gilt als eines der beeindruckendesten sakralen Bauwerke Deutschlands. Sein Kult verbreitete sich auch nach Köln und sogar nach Skandinavien.
Dieser Heilige ist einer der Vier Marschälle (mit Antonius, Cornelius und Hubert).
Der 30. April, sein Translationstag, ist sein Gedenktag in der Diözese Köln, sonst der 30. März.
Dargestellt wird Quirinus als römischer Soldat, Ritter, mit Hund, Habicht und Palme.
Er ist Patron von Neuß sowie des Ritterstandes. Man ruft ihn bei eitrigem Geschwür, Lähmung und Knochenschwund an, gegen Pocken und Pest, Ausschlag, Gicht und Leiden an Auge und Ohr, weiter beim Kropf und Krankheiten des Gehapparates. Von den Tieren schützt er besonders Rinder und Pferde.
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