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| Christentum - Heilige | |
Ein Ordensgründer, Bischof und Kirchenlehrer, geboren am 27. September 1696 in Neapel, gestorben am 1. August 1787 in Nocera dei Pagani bei Neapel.
Alfons Maria di Liguori schlug zunächst die Laufbahn eines Juristen ein, schon mit sechzehn Jahren erwarb er den Titel eines Doktors der Rechtsgelehrsamkeit, gab diese Tätigkeit aber nach wenigen Jahren auf, nachdem ihm ein verlorener Rechtsstreit das Advokatendasein verdrossen hatte. Er wechselte ins geistliche Fach und wurde als Dreißigjähriger zum Priester geweiht.
Als Priester blieb Alfons Maria di Liguori seiner Heimat treu und wirkte rund um Neapel, wo er sich des Seelenheils der hiesigen Landbevölkerung annahm.
1731 gründete Alfons Maria di Liguori die Kongregation der Redemptoristinnen, ein Jahr später folgte Gründung der nach dem Gründer auch Liguorianer genannten Redemptoristen, dem männlichen Zweig des jungen Ordens. Diese Glaubensgemeinschaft setzte sich die Vervollkommnung des eigenen Lebens nach Vorbild der Lebensführung Jesu Christi zum Ziel, um dergestalt das eigene Heil, überdies auch das Heil des Volkes zu mehren.
Zwecks Verbreitung dieser Lehren durchwanderte Alfons Maria di Liguori alsdann ganz Italien und wirkte außer als Missionar und Prediger besonders als Beichtvater.
1762 wurde Alfons Maria di Liguori zum Bischof von S’Agata dei Goti, einer Diözese nördlich von Neapel, ernannt.
Sein Wirken als theologischer Schriftsteller wurde überaus bedeutsam. Für Beichtväter verfaßte er die Schrift Homo Apostolicus, die über hundertzehn Auflagen erreichte, seine Theologia Moralis (Moraltheologie) an die Achtzig. Die Moraltheologie Liguoris stellt ein Sammelwerk fast aller früheren moraltheologischen Anschauungen dar, und unter den achthundertfümfzehn Autoren, auf die sich Liguori beruft, sind es vor allem die Jesuiten, deren Grundsätze er übernommen hat. Die Päpste haben das Werk Liguoris besonders empfohlen und gefördert und schließlich durch die Heiligsprechung des Verfassers endgültig sanktioniert. (Fülöp-Miller, 211)
Am 1. August 1787 ist Alfons Maria di Liguori in Nocera dei Pagani bei Neapel gestorben. Dort war die Keimzelle des Redemptoristenordens und dort wurden die sterblichen Überreste Alfons Maria di Liguoris in der Redemptoristenkirche bestattet.
1816 wurde Alfons Maria di Liguori seliggesprochen, seit dem 29. Mai 1839 ist er in die Schar der Heiligen aufgenommen und am 23. März 1871 wurde er zum Kirchenlehrer ernannt.
Tag des Alfons Maria di Liguori ist der 1. August.
Alfons Maria di Liguori ist Schutzpatron der Beichtväter und der Lehrer christlicher Sittenzucht sowie der Seelenführer, dargestellt wird Alfons Maria di Liguori als Priester oder Missionar, mit Bild der Maria, Engel oder Rosenkranz und natürlich in der Tracht der Redemptoristen.
Nichts ist sicherer verbürgt und unwiderleglicher erwiesen als die sichtbare und körperliche Anwesenheit P. Alphons von Liguori am Sterbelager des Papstes, während zur gleichen Zeit diesselbe Persönlichkeit in großer Entfernung von Rom in ihrem eigenen Heim, in Ekstase und tiefem Gebet versenkt, gesehen wurde. (LÉVI, 211)
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