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| Christentum - Heilige | |
(auch Richild, Richilt) Die im elften Jahrhundert geborene Richildis lebte als Reklusin nahe dem Benediktinerkloster Hohenwart bei Schrobenhausen in der Diözese Augsburg.
Wegen ihres frommen Lebenswandels genoß Richildis hohes Ansehen im Volk und stand im Ruch der Heiligkeit.
Nachdem Richildis am 23. August 1100 in Hohenwart gestorben war, baute man ihre Reklusenzelle zu einer Kapelle aus und setzte ihre sterblichen Überreste unter dem Altar bei. Die Kapelle wurde Ziel reger Wallfahrt und Richildis wurde zur Schutzpatronin gegen Krankheiten und Unwetter.
Pilger, die ein Steinleiden plagt, sollen genesen, wenn sie sich durch ein enges Loch an ihrem Grabe zwängen. Andere sammeln etwas Erde von der Gruft und streuen sie auf Äcker und Häuser, hoffend, daß das vor Blitzen und Hagelschlag schütze. Hohenwart steht Richildis bei, in dem es in ihrer Grabstätte poltert, wenn dem Kloster Gefahren drohen.
1869 wurden die Gebeine der Richildis in einen gläsernen Schrein übertragen.
Ihr Tag im Kalender ist der 23. August, früher gedachte man ihr am 22. September.
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