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| Christentum - Heilige | |
(auch Theodul) Ein Bischof, der im vierten Jahrhundert geboren wurde und der wohl um 400 bis 410 verstarb. Er ist der älteste bekannte Bischof des schweizerischen Wallis, sein Sitz war Octodorum, das heutige Martigny.
Theodor gilt als Auffinder der Reliquien der Thebäischen Legion, also des Mauritius und seiner Kameraden. Zum Zwecke der würdigen Aufbewahrung dieser sterblichen Überreste ließ Theodor die Basilika St-Maurice in Agaunum, dem heutigen St. Moritz, errichten.
Das Grab des Theodor befand sich in Sitten, Schweiz und wurde zum Wallfahrtsort. Allerdings verschwanden die Reliquien des Heiligen 1798 in den Wirren der napoleonischen Kriege seinerzeit.
Eine Legende berichtet, Theodor habe einen Teufel exorziert. Diesen habe er genötigt, eine vom Papst geweihte Wetterglocke über die Alpen nach Sitten zu schleppen.
Theodor ist Schutzheiliger des Kantons Wallis und des Bistums Sitten, der Winzer, des Viehs und der Glocken und gilt zudem als Wetterpatron. In Vorarlberg ist er zudem Schutzpatron des Bergbaus.
Dargestellt wird Theodor als Bischof, mit dem Teufel und der Glocke, mit Traube, Steinhammer und/oder Schwert.
Sein Gedenktag ist der 16. August. Vom 13. bis zum 19. Jahrhundert hatte er zudem einen weiteren Festtag am 4. September, dem Tag der Translation seiner Gebeine von Agaunum nach Sitten.
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