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| Christentum - Heilige | |
(ältere Form Uldarich, v. ahd. uodal, Erbgut, Heimat u. richi, mächtig, Herrscher, lat. Udalricus) Ein Bischof von Passau (ab 1092, gest. 1121).
Ulrich wurde um 1027 in Veringen (Bayern) als Sohn adliger Familie geboren. Erst war er Dompropst zu Augsburg, am Pfingsfest des Jahres 1092 (ein 16. Mai) wurde er als Nachfolger Altmanns (gest. 1191. Hl., Tag: 8. August) zum Bischöf der Diözese Passau geweiht. Der Heilige Stuhl erkannte in ihm einen Loyalen Mitstreiter und Ulrich wurde zum päpstlichen Legaten für Deutschland.
Bischof Ulrich bemühte sich um kirchliche Reformen. Dem Kloster Göttweih gab er 1094 die Benediktinerregel (zuvor regulierte Chorherren). Auch im Kloster Garst führte er die Regel Benedikts ein (1097). Im Kloster Formbach setzte er, noch 1094, den Benediktiner Berengar (Hl., Tag: 29. Oktober) als Abt ein, der auch das Vertrauen der weltlichen Obrigkeit (Graf Eckbert) genoß. Das verfallene Kloster St. Nikolaus in Passau wurde von Ulrich erneuert.
Allerdings stieß Ulrichs Reformeifer auf Widerstand: als der Bischof 1095 nach Piacenza abgereist war, bemächtigte sich Thiemo als Gegenbischof des Bistums, wobei er von Kaiser Heinrich IV. unterstützt wurde. Ulrich versteckte sich im Kloster Raitenbuch und konnte erst Anfang des zwölften Jahrhunderts sein Amt wieder einnehmen.
Kaum zurück in Passau nahm Ulrich seine Reformtätigkeit wieder auf. Er trug zur Gründung des Klosters Seitenstetten bei (1109), erwarb für die Abtei Mölk das Exemtionsrecht, half bei der Stiftung der Propstei der regulierten Chorherren zu Herzogenburg (St. Georg) nahe St. Pölten und weihte eine Reihe von Kirchen ein (in Wickendorf, Müllersdorf, Kirchdorf und Draskirchen).
1121 krönte Bischof Ulrich I. seine Amtsführung mit der Auffindung der Reliquien des heiligen Valentin von Rätien (5. Jh.), die Herzog Tassilo 764 in den Passauer Stephansdom bringen lasssen hatte und die später verschollen waren.
Ulrich von Passau starb am 7. August 1121 in Passau. Der 7. August ist auch sein Gedenktag im Kalender der Heiligen und Seligen.
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