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| Christentum - Heilige | |
Diese Märtyrerin soll im 3. Jahrhundert als Tochter eines Königs von Zypern geboren und um 304 in Augsburg gestorben sein.
Ihre Legende berichtet, Afra sei eine Dirne gewesen und habe mit ihrer Mutter Hilaria in Augsburg ein Bordell betrieben. Dort wurde sie durch den Bischof von Gerona, Narcissus, der sie zufällig aufsuchte, bekehrt (v. CORVIN, 59). Später seien sie im Rahmen der Christenverfolgung des Diokletian getötet worden, die Afra soll auf der Lechinsel verbrannt worden sein.
Als man 1064 in Augsburg einen antiken Sarkophag fand, der Brandspuren aufwies, meinte man, man habe diese Märtyrerin gefunden und sprach Afra heilig. Der Sarkophag mit den darin befindlichen Reliquien befindet sich heute in der Basilika St. Ulrich und Afra zu Augsburg.
Dargestellt wird Afra in fürstlicher Kleidung und beim Martyrium, sie ist Patronin der Diözese Augsburg, der Büßerinnen, der Heilkräuter, der armen Seelen und sie wird gegen Feuersbrünste angerufen.
Ihr Tag ist der 7. August.
Möglicherweise ist Afra eine christianisierte Version der griechischen Göttin Aphrodite. Neben der Ähnlichkeit des Namens spricht für diese These, daß im Kult der Liebesgöttin Tempelprostitution üblich gewesen sei, die nach christlicher Lesart als Bordellbetrieb gedeutet wurde. Ein Hauptheiligtum der Aphrodite befand sich in Paphos auf Zypern, Afra soll, wie erwähnt, eine zyprische Königstochter gewesen sein.
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