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| Christentum - Heilige | |
(lat. der Erhabene) Geboren wurde dieser Kirchenlehrer am 13. November 354 in Tagaste, Numidien (Algerien), gestorben ist er am 28. August 430 in Hippo, Numidien.
Von seiner Mutter Monika erhielt Augustinus eine christliche Erziehung, doch, wie so oft, entfernte ihn das Studium vom häuslichen Glauben. In Mailand, wo er eine Professur der Rhetorik innehatte, zog ihn die Lehre der Manichäer an, er wurde dann aber durch die Predigten des Ambrosius und die Ermahnungen seiner Mutter in den Schoß der Kirche heimgeholt, ließ sich 387 gemeinsam mit seinem Sohn Deodatus taufen und wurde zum scharfen Gegner jeglicher Ketzerei, besonders des Manichäismus, des Donatismus und des Pelagianismus.
394 wurde Augustinus, mittlerweile zurück in Tagaste, zum Priester geweiht und 396 Bischof von Hippo. Diese Tätigkeit füllte er mit Hingabe aus, er war ein hochbegabter Prediger und hinterließ ein unfangreiches Schrifttum. Seine wichtigsten Werke sind die Confessiones (Bekenntnisse) und De Civitate Dei (Der Staat Gottes).
Augustinus hatte die Lust des Fleisches mit Schuld in Verbindung gebracht und sah — unter Bezug auf den syrischen Asketen Satornil — im Geschlechtsakt, einerlei ob ehelich vollzogen oder nicht, den Kern der Verderbtheit. Papst Gregor der Gr. (590-604) baute die Lehren Augustins aus und begriff den Geschlechtsakt der Eltern als Keim der Erbsünde, unter dessen Folgen das so entstehende Leben stehe (DÖBLER, 14f.).
Im achten Jahrhundert wurden die Reliquien Augustins nach Pavia in Italien gebracht, wo sie bis heute in der Kirche S. Pietro in Ciel d´Oro verwahrt werden.
Mit Gregor dem Großen, Ambrosius und Hieronymus gehört Augustinus zu den vier großen Kirchenlehrern des Abendlandes.
Im Geiste des Augustinus entwickelten sich die verschiedenen Augustiner-Gemeinschaften, besonders die Augusiner-Chorherren und -frauen und die Augustiner-Eremiten. Die Regel des Augustinus nahm auch Dominikus zur Grundlage seines Dominikaner-Ordens.
Dargestellt wird Augustinus als Bischof und Gelehrter, mit dem Jesuskind, mit Engel, Buch, Kirchenmodell, Schreibfeder, auf einem Thron sitzend, mit brennendem oder von Pfeilen durchbohrten Herzen sowie mit den anderen Kirchenvätern.
Er ist Patron der Theologen, der Buchdrucker und der Bierbrauer, zudem soll er für gute Augen sorgen.
Sein Tag ist der 28. August.
Die schriftliche Hinterlassenschaft des Augustinus ist umfangreich. An dieser Stelle seien nur einige Übertragungen ins Deutsche erwähnt. Die Titel sind mit der Buchhandlung Amazon verlinkt, dort finden sich weitere Angaben zu den Büchern.
Augustinus, Aurelius: Bekenntnisse. Dtv, 1997. ISBN 3423300930.
Augustinus, Aurelius: Der Gottesstaat. Johannes Verlag, Einsiedeln, 1996. ISBN 3265102556.
Augustinus, Aurelius: Über das Glück. Reclam, Ditzingen, 1982. ISBN 3150078318.
In der Streitschrift Contra Faustum wandte Augustinus sich gegen den manichäischen Bischof Faustus.
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