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| Christentum - Heilige | |
(hebr. bar tolmai, Sohn des Tolmai, Sohn des Furchenziehers) Ein in Kana/Galiläa geborenes Mitglied des Zwölferkreises (Markus 3,18), den der Philippus in die Umgebung Jesu brachte
Als Apostel reiste er weit umher. So soll er über Mesopotamien und Armenien bis nach Indien gelangt sein, auf dem Weg betätigte er sich als Heiler und exorzierte Besessene. Irgendwo dort erlitt er einen gräßlichen Tod, indem ihm bei lebendigen Leib die Haut abgezogen wurde (und/oder er wurde geköpft).
Seine Reliquien gelangten teilweise nach Rom, wo sie auf der Tiberinsel in der Kirche S. Bartholomeo aufbewahrt sind, seine Hirnschale befindet sich im Frankfurter Dom. Sein Fest kennt die römische Kirche seit 1568.
Manchmal heißt es, er sei dem Nathanael (hebr. Gott hat gegeben) gleich (so Schauber 1994, 246), nach Johannes 1,45-49 und 21,2) doch soll dieses eine mehr symbolische Bezeichnung für einen Glaubenden aus Israel sein (Reclams Bibellexikon 1982, 352).
Dargestellt wird er als Apostel, mit Teufel, Schriftrolle und, seinem Tode entsprechend, mit Schindmesser und dem abgetrennten Kopf in seiner Hand.
Seine Patronate sind das Bistum Lüttich, die Städte Frankfurt/Main, Maastricht, Pilsen und Altenburg, die Berufe des Bergmanns, Hirten, Bauern, Bäckers, Metzgers, Winzers, Schneiders, Stukkateurs und Buchbinders, der Sattler, Gerber und Schuhmacher (wg. Enthäutung). Er hilft bei Hautkrankheiten und bei Nervenleiden, besonders Zuckungen.
Sein Tag ist der 24. August.
Im apokryphen Schrifttum gibt es einen Text, in dem Bartholomäus Fragen an Jesus, Maria und den Satan richtet. Er erhält in diesem Bartholomäus-Evangelium Auskunft über Jesu Höllenfahrt und Aufenthalt in der Unterwelt (hier griech. Hades genannt), über das Paradies, die Schar der Engel, von der Empfängnis Mariä und das Treiben des Teufels, der hier Beliar genannt wird (Weidinger, Die Apokryphen, 500).
Die Heiligen im Jahreslauf
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