Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Christentum - Heilige
 
 

Dominikus

Der um 1170 in Caleruega, Spanien als Dominikus Guzman geborene wurde nach seiner Weihe zum Priester Mitglied des regulierten Domstiftes von El Burgo de Osma. Eine Reise nach Südfrankreich brachte ihn in Berührung mit den Waldensern und Albigensern, deren vom katholischen Glauben abweichenden Lehren ihn zur Missionstätigkeit bewogen.

Aus der Missionsschule bildete sich ab 1215 ein neuer Orden heraus, der Prediger- und Bettelorden der Dominikaner, dessen Lehre in der Tradition des Kirchenlehrers Augustin steht und der besonderen Wert auf die Ausbildung der Prediger legt und dessen Ziel die Wahrung der katholischen Einheit ist.

Der Dominikanerorden, vom Papst 1216 bestätigt, war die Speerspitze der Kirche im Kampf gegen Abweichler in eigenen Reihen. Ihm „verdankt” die Christenheit die Einrichtung der Inquisition, Dominikus selbst gilt als erster, der regelrechte Jagden auf Ketzer vornahm.

Wesentlich harmloser sind die von Dominikus gelehrten neun möglichen Stellungen beim Gebet: stehend, auf Knien, liegend auf dem Bauch, auf dem Rücken, auf der Seite, die Arme ins Kreuz ausgestreckt, gekrümmt stehend, halb knieend, aufspringend. Dominikus selbst soll so inbrünstig gebetet haben, daß er knapp über dem Erdboden schwebte (Otto v. CORVIN, Pfaffenspiegel (1979), 58).

Ihm sollen mehrere himmlische Erscheinungen gewährt worden sein. Einmal habe er Christus gesehen, der drei Speere gegen die Bosheit der Welt richtete. Dann erschienen ihm die Apostel Petrus und Paulus von denen er Stab, Buch und Auftrag zur Predigt erhielt und schließlich erschien ihm Maria, die ihm den Rosenkranz überreichte und dessen Gebete erläuterte.
Auch die Mutter des Dominikus erlebte eine Erscheinung, als sie einen schwarzweißen Hund sah, der im Maul eine Fackel hielt, welche die ganze Welt erleuchtete.
Bereits bei seiner Taufe geschah Wunderbares, als seine Amme auf der Stirn des Säuglings einen goldenen Stern erblickte.

Gestorben ist Dominikus am 6. August 1221 im italienischen Bologna, am 3. Juli 1234 wurde er heiliggesprochen.

Dargestellt wird er als Dominikaner, segnend, mit Buch, Lilie, Stein, Rosenkranz, Spatz, Stern, Stab oder einem schwarz-weißen Hund, mit Fackel.

Dominikus ist Patron der Dominikaner, von Bologna und der Schneider. Angerufen wird er gegen Fieber und gegen Hagelschlag.

Sein Tag ist der 8. August. Der Gedenktag wurde mehrfach verlegt. Erst war es der 5. August, dann, bis 1972, der 4. August.

 

Die Heiligen im Jahreslauf
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember