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| Christentum - Heilige | |
Geboren wurde er um 1295 in Montpellier (Südfrankreich, Rhonedelta), gestorben ist er nach der Legende dortselbst am 16. August 1327.
Rochus, sein Name bedeutet nach pers. ruch mit Bogenschützen besetzter Elefant, nahm sich als Pilger selbstlos den an der seinerzeit wütenden Pest erkrankten Menschen an. Er vermochte sie mit Hilfe des Kreuzes zu heilen, bis er selbst der Seuche zum Opfer fiel. Zuvor hatte er seine materiellen Besitztümer an die Armen verschenkt und widmete sich ganz seinem Glauben.
Nach anderer Darstellung soll Rochus zwar an der Pest erkrankt sein, gesundete aber von der sonst meist tödlichen Krankheit, indem ihn 1320 ein Engel von der Krankheit befreite. Das Schicksal traf ihn, als er von der Pilgerfahrt nach Rom zurückkehrte und in seiner Heimat als angeblicher Spion verhaftet und im Kerker gestorben sein.
Reliquien gelangte 1485 nach Venedig, wo seine Verehrung auflebte. In der Kirche S. Rocco werden seine Überreste verwahrt. Auch an anderen Orten wurde seiner gedacht, in Deutschland besonders in Bingen am Rochus-Berg. In Südfrankreich und Nordspanien ist es verbreiteter Brauch, die Lettern VSR (Vive Saint Roche) an Häusern anzubringen.
Er wird als Pestpatron zu den vierzehn Nothelfern gerechnet. Dargestellt wird er als Pilger, in seiner Begleitung der heilige Sebastian und ein Hund, der ein Brot zwischen den Kiefern hält.
Rochus hat zahlreiche Patronate, etwa Venedigs und Montpelliers, der Kranken und der Heilberufe wie der Krankenhäuser, der Gärtner, Pflasterer, Schreiner und Bürstenbinder, sogar der Kunsthändler. Er wird gegen Seuchen, besonders Pest und Cholera angerufen und wirkt bei Beinleiden und Kniebeschwerden (Darstellungen zeigen ihn, wie er auf eine Pestbeule an seinem Knie zeigt). Außerdem gilt er als Helfer wider die Tollwut und allgemein als Schützer vor Unglücksfällen.
Sein Tag ist der 16. August.
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