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 Christentum - Heilige
 
 

Anno von Köln

(oder Anno II.) Ein Erzbischof von Köln.

Der um 1010 in Schwaben geborene Anno stammte aus adliger Familie und wurde 1056 zum Erzbischof von Köln ernannt.
Sein Amt nutzte er zur Gründung mehrerer Klöster und Kirchen und stärkte damit die Macht seines Bistums, zudem förderte er die Reform von Kirchen und Klöstern.

Anno war auch in der Reichsregierung aktiv, er wurde Verweser des noch minderjährigen Kaisers Heinrich IV. Das verdankte er dem Staatsstreich von Kaiserswerth 1062, infolgedessen er sich des jungen Kaisers bemächtigen und dessen Mutter, die Kaiserin Agnes, welche bis dahin Regentin war, aus der Regierung drängen konnte. Er hatte nämlich den seinerzeit elfjährigen Heinrich samt der Reichsinsignien auf ein Rheinschiff entführt und nach Köln gebracht. Dadurch wurde Anno zum eigentlichen Herrn des Reiches, wurde aber schon 1063 von Erzbischof Adalbert von Hamburg-Bremen in seinem Einfluß beschnitten.

Besonders widmete sich Anno darüber hinaus den Armen.

In Köln war Anno wenig beliebt, wegen seines harten Regiments wurde er 1074 von den Kölnern aus der Stadt gejagt, so daß sich Anno in das von ihm selbst gegründeten Benediktinerkloster St. Michael in Siegburg begeben mußte.

Nach seinem Tod am 4. Dezember 1075 (in Siegburg) wurde Anno von Köln in Siegburg beigesetzt. Sein goldener Schrein wurde von Niklolaus von Verdun gefertigt, aus dessen Werkstatt auch der Dreikönigsschrein im Kölner Dom stammt.

Schon kurz nach dem Tode Annos, vermutlich 1080, wurde (wahrscheinlich in Siegburg) das Annolied gedichtet, in welcher der Verstorbene verherrlicht und als „Blüte und Licht Deutschlands” bezeichnet wurde.
1183 wurde Anno heiliggesprochen.

Anno von Köln wird als Bischof oder Erzbischof mit dem Stab dargestellt, mit Buch, Schwert und — als Gründer — mit fünf Kirchen. Er, der selbst lange an dieser Krankheit litt, wird als Schutzpatron gegen die Gicht angerufen.

 

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