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| Christentum - Heilige | |
Eine Heilige und Märtyrerin. Gebotren wurde sie im 3. Jahrhundert in Rom, und starb um 304 in Sirmium (heute Sremska Mitrovica, Serbien).
Als ihr Ehemann nach kurzer Ehe gestorben war, ging sie ganz in der Fürsorge für gefangene Christen auf. Sie bestach die Wachen, um ihren Glaubensgenossen im Kerker beistehen zu können. Als ihr geistiger Vater Chrysogonus festgenommen war und in Aquilja/Oberitalien hingerichtet wurde, geriet auch sie in die Hände der Verfolger.
Man brachte sie nach Sirmium, wo sie zum Tode verurteilt wurde. Die Hinrichtung gestaltete sich allerdings schwierig. Als man sie auf dem offenenen Meer in einem lecken Boot aussetzte, damit sie ertrinke, versank das Schiff überraschenderweise nicht, weshalb die Justiz beschloß, sie stattdessen dem Feuer zu überantworten.
Ihre Reliquien gelangten nach Rom, wo sie in der ihr gestifteten Kirche S. Anastasia verwahrt wurden. Seit dem frühen Mittelalter erfreute sich ihr Kult reger Beliebtheit, bereits im 4. Jahrhundert war ihr der 25. Dezember gewidmet.
Auch anderswo genoß sie Verehrung, so in Bayern im Kloster Benediktbeuren, wohin ebenfalls einige ihrer Reliquien gelangten.
Dargestellt wird sie mit als Märtyrerin, mit Palme, Schwert und Schere, Salböl, Schleier und Krone sowie als Märtyrerin in dem und beim Feuertod.
Als Patronin wird sie bei Krankheiten des Kopfes und der Brust angerufen.
Unter ihrer Kirche S. Anastasia soll im 16. Jahrhundert die alte Verehrungsstätte des römischen Gottes Consus gefunden worden sein, der den Romulus zum Raub der Sabinerinnen geraten hatte.
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