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| Christentum - Heilige | |
(griech. die Fremde) Eine Heilige und Märtyrerin. Sie soll in Nikomedien, heutige Türkei, gelebt haben, möglicherweise in Rom. Um 306 soll ihr Vater sie enthauptet haben.
Ihre Legende ist selbst für christliche Märtyrer außergewöhnlich grausam. Als schönes Mädchen traditionell heidnischen Glaubens zog es sie häufig zu einer Gruppe Christen. Weil ihr Vater eine Verbindung zu dieser zu jener Zeit verfolgten Gruppe unterbinden wollte, ließ er einen Turm erbauen, in der er Barbara sperren wollte. Sie aber gestand ihm, bereits getauft zu sein.
Der Vater soll seine Tochter daraufhin dem Statthalter Roms, einem Christenverfolger gebracht haben. Barbara wurde gegeißelt und mit Fackeln gebrannt, mit Keulen schlug man sie und schnitt ihr schlußendlich die Brüste ab. Dennoch soll Barbara durch ständige Wunder nicht gestorben sein und zu ihrem Christenglauben gehalten haben. Schließlich enthauptete sie ihr eigener Vater mit dem Schwert, kurz darauf traf ihn der Blitz.
Barbara ist eine der Vierzehn Nothelfer, die mit Margareta und Katharina die Dreiergruppe der Drei Heiligen Jungfrauen bildet. Reliquien gelangten um 1000 nach Venedig und von dort auf die Insel Torcello.
Angerufen wird Barbara bei Blitzgefahr, sie ist neben Anderem Schutzheilige der Artilleristen, der Bauleute, Köche, Waffenschmiede und Bergleute, sie ist Patron für einen guten Tod und der Sterbenden, gegen Fieber und Pest, gegen Feuer und Gewitter.
Dargestellt wird sie mit Turm und Palme, mit Katharina und Margarete.
Ihr Tag ist der 4. Dezember. Besonders am Rhein ist der Barbaratag ein Geschenktag für die Kinderwelt. An ihrem Tag werden von Obst- und besonders Kirschbäumen die Barbarazweige geschnitten, um bis Weihnachten zu erblühen. Die Bergleute entzünden das Barbaralicht.
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