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 Christentum - Heilige
 
 

Bibiana

(Bibiane, „die Lebendige”, von lat. vivere, vgl. Vivian) Die Legende dieser Märtyrerin ist von in solchen Fällen fast gewohnter Grausamkeit. Die Christin soll als junges Mädchen um das Jahr 365 nach Monaten der Folter an eine Säule aus Porphyr gebunden worden und mit Geißeln, die mit bleierne Zacken versehen waren, zu Tode gepeitscht worden sein.

Ein Priester nahm sich der Leiche an und bestattete sie, über der Grabstelle wurde hundert Jahre nach Bibianas Tod die Kirche S. Bibiana erbaut. Darin befindet sich jene Säule, an der Bibiane gemartert worden sein soll.

Sowohl Staub der Säule als auch auf dem Grab wachsende Minze galt als wirksame Medizin gegen die Fallsucht. Darüber hinaus entwickelte sich um Bibiane reiches Brauchtum.

Dargestellt wird Bibiane als edel gekleidete Frau, die königliche Attribute wie Schleier, Krone und Reichsapfel zeigt. Weitere Symbole sind Pflug, Schwert und Buch. Sie wird gegen Eplepsie/Fallsucht, Trunksucht, Kopfschmerz, Krampf und Unfall angerufen.

Ihr Tag ist der 2. Dezember.

 

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