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| Christentum - Heilige | |
(Galganus) Ein Einsiedler. Der um 1140 in Chiusdino (bei Siena, Italien) geborene Galgano lebte als wohlhabender Rittersmann, ehe ihm in einer Vision der Erzengel Michael erschien und Galgano sein bisheriges Leben aufgab und er sich in die Einsiedelei auf den Monte Siepi (Toskana) zurückzog.
Dort auf dem Berg stieß Galgano der Legende zufolge sein Schwert in einen Fels, als ein Zeichen seiner Demut und der Aufgabe des bisherigen Lebens.
Schon bald schlossen sich ihm etliche Gleichgesinnte an, und Galgano wandte sich um organisatorischen Rat an Papst Alexander III., starb aber 1181, ehe die Aufgaben gelöst waren (Schauber 1994, 387).
Über seiner Grabstätte auf dem Monte Siepi erbaute man eine Rundkirche, die zahlreiche Pilger anzog. Vermutlich 1190 wurde Galgano heilig gesprochen, 1220 entstand an der Stätte seiner Einsiedelei ein Kloster der Zisterzienser und die Mönche erklärten Galgano zu einem der ihren. Die Verehrung des Galgano hält bis in die Gegenwart an, sein Kult wird in Volterra (Toskana) und Siena gepflegt, in Siena verwahrt man auch seinen Mantel. (ebd.)
Das Schwert, das Galgano in den Fels stieß, steckt noch heute bis zum Griff in jenem Felsen. Darüber steht die Kirche, in der auch zwei mumifitzierte Hände aufbewahrt werden, welche einem Unbekannten gehören sollten, welcher einst versucht habe, das Schwert zu ziehen.
Das erinnert etwas an die Artus-Sage. Darin heißt es, derjenige solle König werden dem es gelingt, eine solche Waffe aus einem Stein zu ziehen. Tatsächlich soll Galgano einer der Ritter aus der Tafelrunde des Königs Artus gewesen sein.
Sein Gedenktag ist der 5. Dezember.
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