| Christentum - Heilige | ||
(gr. der Zertrümmerte; Trifon) Ein Gänsehirt und Märtyrer, geboren um 240 in Samosata (Phrygien/Türkei), dort um 251 gestorben und begraben.
Wie viele Hirten war Tryphon ein begabter Heiler und kundig in der Abwehr von Dämonen. Als einmal die Königstochter erkrankt war, zwang er den Dämonen, sich in Gestalt eines Hundes zu zeigen. Viele, die das sahen oder davon hörten, bekehrten sich ob dieses Ereignisses zum Christentum. Das Bekenntnis Tryphons mißfiel dem römischen Präfekten Aquilinus, der Tryphon martern und enthaupten ließ. Im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon heißt es dazu: Man schlug ihn mit Schwertern, band ihn an den Haaren fest und zog ihn so am ganzen Leibe, mitten im Winter. Seiner Kleider beraubt, wurde er sogar über Eisennägel gezogen, schließlich starb er durch Enthauptung. (Band XII (1997), Spalte 647, n www.bautz.de/bbkl)
Einmal — so Tryphons Legende — entflog einem Falkner ein Falke, der dem russischen Herrscher Ivan Groznyj (der Schreckliche) gehörte. Der Falkner fürchtete die Strafe seines Herrn, doch erschien ihm im Traume Tryphon, der auf einem weißen Pferde ritt und einen Falken auf der Hand hielt. Am nächsten Tag fand der Falkner den Falken an genau jener Stelle, an der Tryphon ihm im Traum erschienen war. Seither ist Tryphon Patron der Falknerei.
Weitere Patronate Tryphons sind Italien, Dalmatien, Alessandro und Kotor; außer den Falknern erbitten auch Gärtner seinen Beistand.
In Bulgarien und Serbien gilt der heilige Tryphon auch als Schutzpatron der Winzer (Lesermitteilung).
Einen Tryphon-Segen gegen Dämonen und Insekten kennt seit dem 12. Jahrhundert die orthodoxe Kirche Griechenlands.
Sein Tag ist der 1. Februar.
Quellen: Falknermuseum in der Burg Hohen Werfen in Salzburg und Ökumenisches Heiligenlexikon (www.heiligenlexikon.de).
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