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   Christentum - Heilige
 

Veronika

(auch Beronike, griech. Pherenike, „Siegbringerin”; Veronika von vera iconica, „wahres Bild” ?) Sie gilt als eine Jüngerin Jesu.

Der Legende zufolge wischte sie dem leidenden Jesus auf dessem Kreuzweg nach Golgatha mit einem Leinentuch den Schweiß vom Gesicht. Auf diese Geschichte geht ihr Beiname „Veronika mit dem Schweißtuch” zurück. Das Gesicht des Menschensohns war hernach deutlich auf dem Tuch zu erkennen, ähnlich dem berühmten „Turiner Grabtuch”, das angeblich den ganzen Körper Jesu abbildet, weil darin sein gesalbter Leichnam eingewickelt gewesen sein soll.

Das Tuch der Veronika soll im 8. Jahrhundert in der Peterskirche zu Rom aufgetaucht sein und wurde als wahres Gesicht (vera iconica) des Heiland angepriesen. Ähnliche Motive enthält eine Legende, nach der ein Künstler von einem König von Edessa damit beauftragt wurde, ein Portrait Jesu anzufertigen. Der war unfähig, direkt in das Gesicht des Erlösers zu blicken und drückte darum ein Tuch auf dessen strahlendes Angesicht, worauf sich, wie bei einer Totenmaske, ein vollkommenes Abbild zeigte.

Das Schweißtuch Veronikas soll auch den Tiberius von einer Krankheit geheilt haben. Dankbar ließ der Kaiser das Tuch nach Rom überführen, wie es heißt auf einer mit Seide belegten Straße, um es dort in einem Schrein zu verwahren. So konnte es dortselbst Jahrhunderte später wiedergefunden werden.

Das Wischen des Schweißes durch Veronika hatte in mittelalterlichen Mysterienspielen zur Passion Jesu seinen festen Platz und ist bis heute die sechste Hauptfigur des Kreuzweges.

Davon unbenommen zweifelt die moderne Forschung diese Begebenheit wie überhaupt die Existenz der Veronika an, sie wird auch nicht im römischen Martyrologium (Katalog der Heiligen) geführt.

Dargestellt wird Veronika bei dieser Begebenheit, sie ist Patronin der Leinenweber und -händler, der Waschfrauen und der Pfarrhaushälterinnen. Sie wird für einen guten Tod angerufen und bei schweren, blutenden Verletzungen.

Ihr Tag ist der 4. Februar.

 

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