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| Christentum - Heilige | |
(Basileios von Caesarea) Ein Bischof und Kirchenlehrer, der als Vater des morgenländischen Möchtums gilt. Er wurde um 330 in Caesarea (Kappadokien; heute Kayseri, Türkei) geboren, war seit 370 dort Bischof und starb am 1. Januar 379 in seiner Heimatstadt.
Nebst seinem Bruder Gregor von Nyssa und seinem Freund Gregor von Nazianz wirkte er maßgeblich an der Entwicklung der griechischen Theologie mit; er selbst gilt als größter dieser drei großen Kappadokier.
Nach einem Studium in Athen kehrte Basilius nach Caesarea zurück, wo er sich dem Christentum zuwandte und 356 die Taufe empfing. Mit seinem Freund und Gesinnungsgenossen Gregor von Nazianz zog er sich — nachdem er sein Vermögen verschenkt hatte — in die Einsiedelei zurück und beide erarbeiteten in dieser Zeit die Regeln für ein ihren Vorstellungen entsprechendes Mönchtum, die Basilianer.
364 wurde Basilius Priester, am 14. Juni 370 Bischof von Caesarea.
Besonders förderte Basilius das Mönchtum (Basilianer), weshalb man ihn Vater des morgenländischen Mönchtums nennt. Ein weiteres wichtiges Anliegen war ihm die öffentliche Wohlfahrt sowie die Bekämpfung abweichender Irrlehren (besonders des Arianismus) sowie der priesterlichen Simonie.
Nach Basilius d. Gr. heißt eine der Formen der ostkirchlichen Liturgien Basiliusliturgie.
Viele Schriften des Basilius sind erhalten.
Auf Basilius soll eine der in den liturgischen Büchern der griechischen Kirche aufgeführten Beschwörungsformeln gegen Besessene zurückgehen, der eine Reihe von Tieren aufführt, die seit altersher in der Legenden- und Sagenwelt eine Rolle spielen. (WREDE, i. Handwörterbuch, I,937)
Sein Tag ist der 2. Januar, außerdem der 14. Juni als Tag seiner Weihe zum Bischof und der 30. Januar.
Dargestellt wird Basilius der Große als Einsiedler, Mönch oder Bischof, mit Taube oder Totenkopf, mit einem Feuer und — als Gründer und Kirchenlehrer — mit Kirchenmodell und Büchern.
Er ist Schutzpatron des morgenländischen Mönchtums.
Ein herausragender Kirchenmann wie Basilius der Große ist auch Gegenstand des volkstümlichen Brauchtums und Aberglaubens.
In Griechenland werden zum Jahresende mitternachts die nach dem Heiligen benannten Basiliusbrote angeschnitten. In jedes Brot ist eine Münze eingebacken, welche dem zukommt und Glück bringen soll, der sie findet.
Der 14. Juni als Tag des hl. Basilius wird besonders bei slawischen Völkern hoch geachtet. Serbische Zigeunermädchen versuchen sich an diesem Tag mit Liebeszauber. (WREDE, i. Handwörterbuch, I,937)
In Frankreich hängte man zum Schutz der Herde Bilder des Heiligen an das Hirtenhäuschen. (WREDE, i. Handwörterbuch, I,937)
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