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| Christentum - Heilige | |
(griech. sebastos, verehrungswürdig) Der im 3. Jahrhundert in Mailand (oder Narbonne / Gallien) geborene war Soldat in der römischen Armee, ehe er während Diokletians Christenverfolgung zum Märtyrer wurde.
Man band ihn an einen Baum und beschoß ihn mit Pfeilen. Als die Witwe des Castulus, Irene ihn bestatten wollte stellte sie fest, daß Sebastian noch lebte und pflegte ihn gesund. Wiederhergestellt klagte er Diokletian der Christenverfolgung, wofür er im Zirkus zu Tode geprügelt wurde.
Seinen Leichnam warf man in einen Abwasserkanal, die Cloaca Maxima (siehe Cloacina), doch konnte er geborgen und an der Via Appia beigesetzt werden. Die hier errichtete Kirche S. Sebastian ist eine der sieben frühchristlichen Pilgerkirchen Roms. Sebastians Gebeine ruhen dort in einen steinernem Sarkophag.
Als im siebten Jahrhundert Rom von einer Pest heimgesucht wurde, trug man die Gebeine des Heiligen in der Stadt umher. Die Epidemie ebbte ab und das Volk war gerettet.
Diesen volkstümlichen Heiligen umrankt reiches Brauchtum, etwa das Sebastianbrot oder die gegen Krankheiten abgeschossenen Sebastian-Pfeile.
Seine Popularität mag in der Ähnlichkeit seines Todes mit dem keltischen Erlöserhelden Cuchulain zusammenhängen, der wie er am Baum gefesselt durch Pfeile endet.
Dargestellt wird Sebastian als junger und schöner Mann, der gefesselt am Baum die Pfeile empfängt, mit Palme und Knüppeln. Die Szene wurde seit dem 15. Jahrhundert gern dargestellt, bot sie doch eine seltene Gelegenheit früher Aktdarstellung.
Er ist Patron der Bogenschützen und ihrer Gilden, der Sterbenden und der Soldaten sowie der Brunnen. Man bittet ihn um Schutz vor Pest, Seuchen, Epilepsie, Verwundung und Viehkrankheiten, er steht Töpfern, Gärtnern, Eisenhändlern, Zinngießern, Gerbern, Steinmetzen, Bürstenbindern und Büchsenmachern bei.
Sein Tag ist der 20. Januar.
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