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 Christentum - Heilige
 
 

Ignatius von Loyola

(von lat. igneus, „feurig” (?), span. Ignacio) Der Gründer des Jesuitenordens wurde 1491 auf dem Schloß Loyola in der Provinz Guipúzcoa, Spanien (Baskenland) geboren. Dem als Soldat (Offizier in der spanischen Armee) Dienenden wurde nach einer Verwundung die Lektüre der „Vita Christi” des Karthäusermönchs Ludolf von Sachsen zum Erweckungserlebnis.

In einjähriger Einsiedelei in der Nachbarschaft des Wallfahrtsortes Montserrat bei Barcelona erlebte Ignatius seine ersten Visionen und verfaßte 1522/23 sein Exerzitienbuch ehe er sich ab 1528 zum Studium nach Paris und Venedig begab.

Nach Abschluß des Studiums mit dem Magister Artium legte Ignatius am 15. August 1534 mit sechs gleichgesinnten in der Marienkapelle am Montmatre zu Paris ein Gelübde lebenslanger Armut und Keuschheit ab.

1537 wurde Ignatius zum Priester geweiht und entwarf 1539 in Rom, wo er sich seitdem ständig aufhielt, die Satzung der „Gesellschaft Jesu” und erhielt 1540 in Rom von Papst Paul III. die Bestätigung des neuen Ordens, deren erster Ordensgeneral er 1541 wurde. Die „Gesellschaft Jesu” breitete sich rasch über die katholische Welt aus.

Am 31. Juli 1556 ist Ignatius in Rom gestorben, seine Heiligsprechung erfolgte 1622. Weil von dem Verstorbenem eine Totenmaske angefertigt wurden, sind die Züge des Ordensgründers erhalten geblieben. Weiter wird er als Jesuit dargestellt, mit flammendem Herzen, Kreuz, drei Nägeln, Drachen, fackel und Buch sowie in Meßgewand und mit dem IHS-Zeichen.

Als Heiliger ist Ignatius Patron der Jesuiten, der Exerzitien und der Exerzitienhäuser, der Soldaten, der Kinder und der Schwangeren. Angerufen wird er bei schweren Geburten, Fieber, Gewissensbissen, Erkrankungen des Viehs sowie bei Pestgefahr.

Sein Tag ist der 31. Juli.

 

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