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| Christentum - Heilige | |
(griech. margarites, die Perle, bei den Griechen heißt sie Marina) Eine Märtyrerin, deren Vita wie so häufig nur legendarisch ist. Sie gilt als Tochter eines heidnischen Ehepaares aus Antiochien in Syrien, die von ihrer Amme im christlichen Sinne erzogen wurde. Weil das ihrem Vater mißviel, soll der seine eigene Tochter beim römischen Statthalter angezeigt haben. Dem war sie zur Braut versprochen.
Weil Margareta aber Christin war, lehnte sie (oder er?) die Hochzeit ab. Statt zum freudigen Familienfest kam es im Jahr 305 zur Hinrichtung Margaretas durch Enthauptung. Zuvor noch soll ihr in ihrem Kerker ein Drache erschienen sein.
Margareta gehört zu den wichtigsten Heiligen, sie bildet mit Barbara und Katharina eine Dreiergruppe (Drei heilige Madln) sowie zu dem Vierzehn Nothelfern.
Ihr Kult reicht bis ins 7. Jahrhundert zurück, ihr Gedenktag war im Mittelalter der Tag, an dem die Bauern ihren Pachtzins zu entrichten hatten. Als Lostag entschied ihr Tag über den Beginn der Ernte: Ist das Wetter in der Zeit vorher freundlich, begann man am 20. Juli mit der Ernte.
Heute werden Reliquien Margaretas in S. Margherita (am Bolsena See / Italien) aufbewahrt, hier ist auch Zentrum ihrer Verehrung.
Dargestellt wird sie mit Palme, dem Drachen, Krone, Kreuz, Buch, als Jungfrau, mit Kamm und bei der Enthauptung.
Ihre Patronate sind der Beruf des Bauern und die Fruchtbarkeit, sie sorgt für Jungfrauen, Ehefrauen, denen sie bei schwerer Geburt beisteht und Ammen, schützt vor Unfruchtbarkeit und Geschlechtskrankheiten. Bei Wunden und Krankheiten des Gesichts steht sie dem Leidenden bei.
Margaretas Tag ist der 20. Juli.
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