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 Christentum - Heilige
 
 

Pantalon

(griech. „ganz wie ein Löwe”) Der im 3. Jahrhundert in Nikomedien (heute Izmid, Türkei) geborene Pantalon zeichnete sich bereits als Jugendlicher durch außerordentlichen Eifer in allen Studien aus, er befaßte sich mit allen Wissenschaften und bildete sich selbst zum Arzt aus, der als Heiler ungewöhnlich erfolgreich war und wurde sogar zum Leibarzt des römischen Kaisers Maximian.

Dessen Nachfolger Galerius war von Pantaleon weniger angetan und ließ ihn als Christen um 305 das Martyrium erleiden.

Sein Andenken blieb aber lebendig, schon um den Wechsel vom 4. zum 5. Jahrhundert gab es Kulte im Orient und in Afrika. Als sich das Christentum etabliert hatte, wurde ihm in Konstantinopel eine Kirche errichtet. Seine Reliquien gelangte an viele Orte, unter anderem 972 nach Köln, wo sie in der Pantalon-Kirche verwahrt sind.

Im Osten zählt man ihn zur Gruppe der „Heiligen Ärzte”, im Westen seit dem Mittelalter zu den Vierzehn Nothelfern. Zahlreiche Wallfahrten wurden zu seinen Ehren unternommen, noch heute gibt es jedes Jahr in Oberrotweil/Kaiserstuhl eine alljährliche Prozession.

Dargestellt wird Pantalon als Märtyrer oder als Arzt mit medizinischem Zubehör, mit Schwert und Löwen sowie mit seinem an einen Ölbaum gepflockten Kopf.

Er ist Patron von Köln, der Heilberufler und Hebammen, gegen Kopfschmerz, Schwindsucht und Viehkrankheiten. Er unterstützt bei Heuschreckenplagen und tröstet bei Verlassensein.

Pantalons Tag ist der 27. Juli.

 

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