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 Christentum - Heilige
 
 

Sunniva

Eine Jungfrau und Märtyrerin.

Die vermutlich Mitte des 10. Jahrhunderts geborene Sunniva gilt als Tochter eines irischen Königs, dessen Nachfolgerin sie nach seinen Tod wurde. Einmal warb ein heidnischer Wikinger um sie. Sunniva lehnte das Ansinnen ab, weshalb die Wikinger einen Überfall auf ihr Anwesen unternahmen. Mit ihrem Bruder und Gefolge konnte Sunniva sich auf ein Boot retten, das allerdings weder über Ruder noch Segel verfügte. So trieben sie über das Meer und erreichten die Insel Selja vor der Küste Norwegens.

Um das Jahr 980 warfen ihnen Einheimische Räuberei vor und bewirkten das bewaffnete Eingreifen des Norwegerkönigs Häkon (Regierungszeit 962 bis 995) . Sunniva und die ihren suchten darum in einer Höhle Schutz und durch, wie es heißt, Eingreifen Gottes wurde der Eingang zur Höhle durch herabfallende Steine verschlossen. Sunniva, welche den Einsturz mit ihren Gebeten erbittet hatte, war so vor den Angreifern geschützt, verlor allerdings ihr irdisches Leben.

Im Jahre 996 soll der norwegische König Olav Tryggvason in Begleitung eines Bischofs die Höhle entdeckt haben, worin sie den Leichnam der Sunniva unverwest vorgefunden hätten.
Das Wunder sprach sich herum und der Ort wurde rasch Ziel christlicher Pilger, 1020 wurde die Insel zum ersten Bischofssitz in Westnorwegen. Im 12. Jahrhundert baute man hier ein Kloster und errichtete eine Kirche zu Ehren der heiligen Sunniva, deren sterbliche Überreste 1170 nach Bergen verbracht wurden.

Tag der Sunniva ist der 8. Juli. In Norwegen gedenkt man der Überbringung der Reliquien nach Bergen am 31. August.

 

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