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| Christentum - Heilige | |
(Klothilde, aus ahd. berühmt und Kampf, auch Chrodechilde) Die um 474 als Tochter des Burgunderkönigs Chilperich geborene Chlothilde wurde 493 Frau des Frankenkönigs Chlodwig I., der dem Geschlecht der Merowinger entstammte In diese Heirat hatte Chlothilde unter der Bedingung eingewilligt, daß sie weiter ihren christlichen Glauben leben dürfe, was ihr heidnischer Bräutigum gewährte.
Die Ehe verlief recht glücklich und es gelang Chlothilde ihren Gatten vom Christentum zu überzeugen, so daß der sich mitsamt 3.000 seiner Franken zu Reims von Bischof Remigius taufen ließ. Dieses Ereignis gilt manchen als eigentlicher Beginn des abendländischen Mittelalters, hatte damit doch der erste germanische Stamm das (katholische) Christentum angenommen, das in den folgenden Jahrhundert für das westliche Europa bestimmend wurde.
Als Chlodwig im Jahre 511 verstorben war, begann Chlothilde rege Reisetätigkeit, die sie zur Mission und zur Gründung zahlreicher Klöster und Kirchen nutzte. Am 3. Juni 544 ist Chlothilde in Tours (Frankreich) verstorben.
Reliquien Chlothildes gelangten später nach Paris (St-Pierre), gingen aber durch kirchenfeindliche Ausschreitungen während der französischen Revolution verloren.
Dargestellt wird Chlothilde als Königin, als Gründerin mit Kirchenmodell, mit Buch, Armen spendend und mit dem Schild mit drei Lilien, dem Wappen der Bourbonen.
Chlothilde ist Patronin der Frauen und der Notare, sie hilft den Lahmen, gegen Fieber und Kinderkrankheiten, sie schützt vor plötzlichen Tod und fördert die Bekehrung unchristlicher Ehepartner.
Ihr Tag ist der 3. Juni.
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