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 Christentum - Heilige
 
 

Cyrill von Alexandria

(lat. Cyrillus, gr. Kyrillos) geb. um 380 in Alexandria, Ägypten, gest. dortselbst am 27. Juni 444

Der Patriarch von Alexandria gehört zu den bedeutendsten Kirchenschriftstellern.
Als Patriarch von Alexandria (412 bis 444) wandte sich besonders gegen den Arianismus und die Lehren des Nestorius (demnach sei Jesus Christus erst Mensch gewesen, erst nach dessen Bewährung sei seine Natur göttlich).

Kritikern gilt Cyrill als übler Fanatiker. So soll er den Pöbel Alexandrias gegen die dort lebenden Juden und zur Zerstörung ihrer Synagogen aufgehetzt haben, in der Folge seien 40.000 Juden dem einsetzenden Gemetzel zum Opfer gefallen. (CORVIN, 122)

Auch gegen gelehrte Frauen sei er vorgegangen.
Auf dem Weg zur Akademie soll — auf Befehl des Cyrill — eine Bande Mönche der Philosophin Hypatia aufgelauert haben, sie aus ihrem Wagen gezerrt und in eine Kirche verschleppt, wo die Mörder ihr mit Austernschalen das Fleisch von den Knochen gekratzt und das übrige verbrannt haben. Die behördliche Untersuchung des Verbrechens soll durch Bestechung unterbunden worden sein.

Dessen ungeachtet sprach Papst Leo XIII. Cyrill 1882 heilig und kanonisierte ihn zum Kirchenlehrer. (WALKER, 432)

Dargestellt wird Cyrill von Alexandria als Bischof, mit einer Taube und der Muttergottes Maria.

Sein Tag ist der 27. Juni.

 

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