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 Christentum - Heilige
 
 

Otto von Bamberg

* um 1061 in Franken,
† 30. Juni 1139 in Bamberg

1102 wurde Otto zum Bischof von Bamberg ernannt. Im Investiturstreit trat er als Vermittler zwischen Kaiser und Papst auf (man stritt sich um die Besetzung kirchlicher Ämter) und trug zu den Beschlüssen des Wormser Konkordats bei, das den Streit 1122 beilegte.

Otto förderte Klöster und Kirchenbau und wirkte missionarisch in Pommern, wo er die Kirche organisierte und mit seinen Priestern über 20.000 Menschen getauft haben soll. 1124 sandte er dem Papst Calixt II. als Beweis für den Erfolg der christlichen Slawen-Mission die in Stettin von der Statue des Triglav abgeschlagenen drei Köpfe des Gottes. In Wolgast geht auf ihn der hölzerne Vorgängerbau der späteren Petrikirche zurück, die anstelle des Tempels des Gottes Jarovit gesetzt wurde. 1140 gründete Otto das Bistum Wollin, dessen Sitz später nach Cammin verlegt wurde.

Gestorben ist er in Bamberg, wo sein Hochgrab auf dem Michelsberg noch heute erhalten ist. 1189 wurde er heilig gesprochen.

Dargestellt wird Otto von Bamberg als Bischof mit Kirchenmodell, mit Löwe, Pfeilen und Nägeln.

Er ist Patron des Erzbistums Bamberg und der Diözese Berlin, angerufen wird er bei Fieber und Tollwut.

Sein Tag ist der 30. Juni.

 

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